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Deutsche Rugby-Frauen auf Platz 20 der offiziellen World Rugby Weltrangliste
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Dienstag, 2. Februar 2016

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Die Deutsche 15er-Nationalmannschaft der Frauen bei einem ihrer letzten internationalen Auftritte im Jahr 2009 gegen Italien

Obwohl die 15er-Nationalmannschaft des internationalen Rugby-Verbandes seit der Teilnahme an der erfolglosen Teilnahme an der European Trophy im Jahr 2010 kein Länderspiel mehr bestritten hat, wird das Team auf Rang 20 der offiziellen World Rugby Weltrangliste geführt. Damit sind unsere Mädels sogar besser als unsere Männer, das Team von Nationaltrainer Kobus Potgieter steht zur Zeit auf dem 26. Weltranglistenplatz und damit so gut wie selten zuvor.

Im Gegensatz zu unseren Männer blicken unsere Frauen immerhin schon auf zwei Teilnahmen an Rugby-Weltmeisterschaften zurück. Im Jahr 1998 verlor die Ländermannschaft mit 0:84 gegen England, mit 6:32 gegen Irland, mit 6:134 gegen Neuseeland und mit 12:55 gegen Wales. Auch bei der zweiten WM-Teilnahme im Jahr 2002 konnte kein Spiel gewonnen werden, in der spanischen Metropole Barcelona verloren unsere Frauen mit 0:117 gegen Neuseeland, mit 0:77 gegen Wales, mit 0:18 gegen Irland und im Spiel um Platz 15 knapp mit 19:20 gegen die Niederlande.

Insgesamt zu wenig Spielbetrieb

Die gute Platzierung der inaktiven DRV-Frauen illustriert dennoch eines der großen Probleme im internationalen Frauenrugby und das ist der völlig unzureichende Spielbetrieb im traditionellen 15er-Rugby, ein Umstand der durch die Aufnahme der 7er-Variante ins olympische Programm zusätzliche Verschärfung erfahren hat, war dies doch für viele Länder – darunter auch Deutschland – Anlass die wenigen Ressourcen auf die Karte Olympia zu setzen.

Obwohl insgesamt immerhin 48 Mannschaften in der Weltrangliste geführt werden (bei den Männern sind es dagegen sogar 102) kommt es nur selten zu internationalen Vergleichen außerhalb des Sechs-Nationen-Turniers und der alle vier Jahre stattfindenden Rugby-Weltmeisterschaft. Portugal immerhin auf Platz 14 der Weltrangliste geführt, hat überhaupt erst ein internationales Spiel bestritten und das war vor 21 Jahren gegen Deutschland (damals gewann die DRV-Auswahl mit 50:0) und dennoch werden die Ibererinnen auf Platz 14 der Weltrangliste geführt und damit sogar noch sechs Plätze über der virtuellen DRV-Auswahl.

Dennoch hat der Rugby-Weltverband das Frauenrugby als potentiellen Wachstumsmarkt ins Auge gefasst: „Nach dem Erfolg der Frauen-Weltmeisterschaft 2014 und der wachsenden Vorfreude auf die nächste Ausgabe im Jahr 2017 in Irland, ist es von großer Bedeutung, dass die internationalen Teams die Möglichkeit haben ihre eigene Weltranglistenposition zu ermitteln, dadurch wird das Interesse am Frauenrugby weiter steigen und auch der Wettkampfkalender wird voller werden, schließlich werden unsere Mitgliedsverbände dazu animiert mehr internationale Vergleiche zu spielen“, hofft World Rugby Präsident Bernard Lapasset.

G15 bemüht sich um Wiederaufnahme des internationalen Spielverkehrs

In Deutschland bemüht sich mit der „G15“ eine kleine Gruppe von engagierten Aktiven und Förderern des Frauenrugbys um eine Wiederaufnahme des internationalen Spielbetriebs, die inoffizielle Nationalmannschaft der „G15“ konnte im August letzten Jahres ein Testspiel gegen die nur auf Platz 37 der Weltrangliste geführte Nationalmannschaft der Schweiz mit 47:13 zu ihren Gunsten entscheiden. Allerdings sind auch in den deutschen Ligen weniger als eine Handvoll Mannschaften dazu in der Lage regelmäßig einen Kader in voller Mannschaftsstärke von 22 Spielerinnen aufzubieten. Weshalb der Deutsche Rugby-Verband bis auf weiteres die neuerliche Anerkennung einer offiziellen 15er-Nationalmannschaft verweigert.

An der Spitze der Weltrangliste stehen übrigens die Black Ferns aus Neuseeland, vor Frankreich und Weltmeister England.

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Kommentare (6)add comment

Marcus Trick said:

449
Schaun mer mal...
Tatsächlich beruht die aktuelle Weltrangliste, zumindest was die Bewertung Deutschlands angeht, wohl auf historischen Ergebnissen. Die Bewertungskriterien sind mir persönlich nicht ganz klar, kurios wäre sicherlich, wenn hier sogar die beiden WM-Teilnahmen der deutschen 15er-Frauen noch einfließen würden. Man kann auch durchaus vermerken, dass die Ergebnisse der deutschen Frauen bei ihren zwei WM-Teilnahmen wohl ähnlich ausgefallen sind wie es bei den Herren der Fall (gewesen) wäre. Da muss ich dem Autor recht geben, auch was die Bewertung von Portugal angeht, die ist ja absolut nicht nachvollziehbar.

Wenn man sich dieses Ranking jedoch genauer anschaut, darf man annehmen, dass die Einstufung Deutschlands nach aktuellem Leistungsstand recht realistisch ist. Die schlechter platzierten Teams – wie auch die Schweiz zum Beispiel auf Platz 37 - dürften tatsächlich alle für eine deutsche Nationalmannschaft schlagbar sein, auch besser platzierte Nationen wie Schweden und Russland haben in den letzten Jahren übrigens durch hausgemachte Probleme, bzw. die Konzentration auf 7er-Rugby im 15er deutlich an Boden verloren und wären für eine deutsche 15er-Nationalmannschaft mutmaßlich schlagbar.

Schweden war 2010 noch WM-Teilnehmer in England und hat seither massiv an Qualität eingebüßt und den internationalen Spielbetrieb praktisch eingestellt, Russland fokussiert sich ausschließlich auf 7er-Rugby und wurde bei der European Trophy 2015 nach einer Niederlage gegen die Schweiz nur Dritter. Leider haben wir hier aus deutscher Sicht nur wenige Referenzen wie den hohen Sieg der G15 im letzten Jahr gegen die Schweiz und selbstverständlich ist der Rückstand Deutschlands auf die Spitze, bzw. die Top 10, bei den Frauen sicher ähnlich groß wie bei den Männern.

Erfreulicherweise ist seit der grandiosen WM 2014 in Frankreich im Frauenrugby insgesamt zu beobachten, dass nicht nur das 15er-Spiel auf Klubebene - zum Beispiel in England und Frankreich - boomt, sondern auch der internationale 15er-Spielbetrieb wieder stark zunimmt. Es gibt inzwischen wieder zunehmend internationale Tests und Turniere. Dieser Trend wird sich mutmaßlich nach Olympia im Hinblick auf den nächsten World Cup noch erheblich verstärken, das WM-Turnier 2017 in Irland wird dann wieder alle TV-und Zuschauerrekorde im Frauenrugby brechen.

Am Rande des erfolgreichen Spieles der G15 gegen die Schweiz haben unsere Gäste übrigens nicht nur die Stärke der deutschen Gegnerinnen über Pläne von Rugby Europe zur Aufstockung der European Trophy auf 8 Teams und deren Nutzung als WM-Qualifikationsturnier berichtet. Die relativ kurzfristig in der Schweiz nicht mögliche Aufstockung des Turnieres 2015 wird jetzt wohl 2016 stattfinden und auch der WM Qualifikationsmodus ist so beschlossene Sache.

Die Schweizerinnen, die mit wenig Mitteln aus ihrem - im Vergleich zu Deutschland - kleinen Spielerinnenpool das Beste herausholen, dürfen dann in der European Trophy 2016 mit Belgien, Tschechien, Russland und eventuell Nationen wie Schweden, Holland und Spanien um die WM-Teilnahme spielen. Der Turniersieger bekommt zwei Entscheidungsspiele gegen den schlechtesten Six-Nations-Teilnehmer aus 2015 und 2016 (das wird recht sicher Schottland sein) um den letzten europäischen Startplatz für die WM 2017. Die Eidgenossinnen werden sich hier natürlich nicht durchsetzen, ist aber doch trotzdem spannend!

Zumindest für das schweizerische Frauenrugby, während unsere Spielerinnen dieser Chancen von vornherein beraubt sind, wo solche Anreize für die Entwicklung des gesamten deutschen Frauenrugby so wertvoll sein könnten. Deshalb hoffe ich, dass der Deutsche Rugby-Verband sich in naher Zukunft besinnt und (wieder) eine deutsche 15er-Frauennationalmannschaft aufstellt. So wie er es im 7er-Rugby bei der U18 ja zum Beispiel auch – bekanntermaßen recht erfolgreich - tut, ganz ohne dass in diesem Bereich überhaupt nennenswerter Spielbetrieb stattfindet, geschweige denn eine Liga besteht oder gar mehr als eine Handvoll Mannschaften überhaupt einen U18-Kader mit gerade mal 7 Spielerinnen aufbieten könnten.

Man darf gespannt sein, wie sich DRF und DRV hier weiterhin positionieren.
Februar 02, 2016

Guntram Hacker said:

2359
Nie war die Chance Grösser
Nie war dei Chance grösser als zur Zeit wieder in das Internationale Geschäft im XV Frauenrugby einzusteigen . Wir haben in deutschland inzwischen eien funktionierende Frauen Bl in der 80% der Spiele im 15 Modus ausgetragen werden Im 7er Bereich spielen inzwischen knapp 40 Mannschaften Im U18 Bereich ist die Mannschaft, trotz geringster Förderung durch den DRV Top 3 in Europa und es wachsen herrforagende Spieleinnen nach die zusammen mit den "alten Hasen" in europa sehr gut mithalten können. Des halb ist es ein gebot der Stunde wieder mit einer offiziellen Mannschaft ins Internationale 15er Rugby einzusteigen.
Februar 08, 2016

Vasco Meyer said:

136
...
Guntram, wie kommst Du auf die Zahl 80%, hast Du dafür irgendwelche Belege? Wieviele Spiele sind das in Summe? Im Artikel war außerdem von voller Kaderstärke (22-23 Spielerinnen) und nicht 15 Spielerinnen pro Team die Rede.

7er und 15er Rugby entwickeln sich immer mehr zu zwei verschiedenen Sportarten, weshalb die 40 Mannschaften im 7er Rugby zwar auf bessere Zeiten bei den 7er Frauen hoffen lassen, aber dadurch noch lange kein Rückschluss auf die mögliche Leistungsfähigkeit einer 15er Auswahl zulässig ist.

Ein guter U18 Jahrgang macht noch keine Nationalmannschaft, zumal der Großteil der Spielerinnen dem allgemeinen Vernehmen nach ja schon jetzt für die ersten Maßnahmen der neuformierten 7er-Nationalmannschaft aus verschiedenen Gründen gar nicht mehr zur Verfügung steht.

Geringste Förderung für die U18 Frauen ist auch nicht korrekt, die U18 Frauen wurden nicht weniger oder mehr gefördert als alle anderen Nachwuchsmannschaften im DRV/DRJ (traurig aber wahr!) und vermutlich auch nicht mehr oder weniger als der Großteil ihrer Konkurrentinnen bei der U18 Europameisterschaft.

Grundsätzlich sollten wir definieren was wir von einer Nationalmannschaft erwarten. Aus meiner Sicht sind die Nationalmannschaften als Aushängeschilder eines Verbands ausnahmslos durch SportlerInnen zu besetzen, die Rugby als Leistungssport ausüben, hier hinkt sowohl die Bundesliga der Männer als auch die der Frauen (noch zu einem viel größeren Ausmaß). Bei den Männern wird das durch das große Engagement der WRA teilweise aufgefangen, bei den Frauen fehlt eine solche Einrichtung und damit auch eine Orientierung in Richtung Leistungssport. Hier sollte der Verband und seine Vereine ansetzen und nicht das Pferd von hinten aufzäumen.

Abschließend möchte ich anmerken, dass die These: "Nie war die Chance größer" ziemlich vermessen erscheint, wenn man einmal betrachtet was wir in der Vergangenheit schon für tolle Frauennationalmannschaften hervorgebracht haben.
Februar 08, 2016

Guntram Hacker said:

2359
...
Lieber Vasco,

du hast natürlich völlig Recht: mein Bemerkung über den günstigen Zeitpunkt war ziemlich flapsig und sollte auf keinen Fall die Leistung ehemaliger Frauen-Nationalmannschaften herabsetzen; sie bezog sich auf die im Kommentar von Markus Trick genannte Bemerkung über das verstärkte Engagement vieler anderer Nationen auf das 7er-Rugby und die generellen Chancen im Bereich des 15er Rugbys.

Ich bin auch nicht der Meinung, dass eine 15er Nationalmannschaft aus dem Pool der U19/U18-Spielerinnen gespeist werden sollte: Im Gegenteil glaube ich, dass es in Deutschland genug talentierte und gewillte Spielerinnen im Bereich der Bundesliga gibt, die sogar schon über internationale Erfahrung verfügen (siehe das G15-Projekt). Der Hinweis auf die U18 sollte lediglich darauf aufmerksam machen, dass es auch in Zukunft genügend geeignete Spielerinnen geben wird (und das auch unterhalb der U18).

Die Aussage, das 80% der Spiele in der FBL im 15er Modus ausgetragen wurden, ist die Information der DRF-Spielleitung aus der letzten Arbeitstagung, die ich selbstverständlich nicht anzweifle. Es ist richtig, dass wahrscheinlich bei einigen Spielen kein voller Kader mit 20 Spielerinnen zur Verfügung stand. Aber wollen wir mit solchen Maßstäben messen? Müssten wir dann nicht auch andere Nationalmannschaften in Frage stellen? Es würde mich sehr interessieren, wie viele U18-Jungen-Mannschaften ohne Bildung einer Spielgemeinschaft einen vollen Kader stellen können. Bei der DM 2015 waren genau fünf Mannschaften am Start, davon zwei Spielgemeinschaften! Und trotzdem haben wir eine offizielle anerkannte U18-Nationalmannschaft - und das ist auch gut so und sehr wichtig! Diese Anerkennung wird den Frauen jedoch verwehrt. Wohlgemerkt: Es geht hier nicht um finanzielle Förderung.

Eine Nationalmannschaft sollte selbstverständlich ein Aushängeschild sein, es wäre aber unsinnig, wenn wir uns mit den großen Rugby-Nationen messen wollten. Innerhalb unserer potentiellen Gegner sieht die Lage wahrscheinlich anders aus. Eine Bewertung des Leistungswillens der Spielerinnen sollte niemand vornehmen, der nicht regelmäßig Trainings zuschaut und auch die Rahmenbedingungen objektiv beurteilen kann. Ich möchte nur anmerken, dass es ohne ein festes Ziel kaum zu erwarten ist, dass der Sport vor so banale Dinge wie Ausbildung, Beruf oder Schulabschluss gestellt wird. Und ohne Ziel werden alle Entwicklungschancen von vorn herein zunichte gemacht.

Die Förderung der U18-Frauen in 2015 erstreckte sich über zwei Lehrgänge (ein Wochenende und ein Sonntag nach der LVM) sowie zwei Auslandsturniere mit jeweils einer gemeinsamen Trainingseinheit am Vorabend. Welche Förderung die Gegnerinnen erhalten haben, kann ich nicht beurteilen, Infos habe ich nur von den Engländern und Holländern. Es muss aber auch nicht der Maßstab dafür sein, was uns die Jugendarbeit und die Investition in zukünftige Mannschaften wert ist – ganz gleich, ob bei Männern oder Frauen.


Februar 08, 2016

nina corda said:

1091
7er vs 15er
die ueber 40 vereine, die in den regionalen staffeln spielen, spielen sicherlich nicht alle 7er, weil sie das fuer eine dufte sache halten, sondern oft, weil ihre kaderstaerke das nicht anders hergibt.
ansonsten stimme ich guntram voll und ganz zu: es waere jetzt der richtige zeitpunkt, das projekt XVer nationalmannschaft wieder zu beleben. die frauen und maedchen, die in deutschland trotz widriger umstaende rugby spielen, haben das verdient.
Februar 10, 2016

Nils Zurawski said:

2065
Deutlichere Worte sind erforderlich
So sehr den Ausführungen der Sportfreunde Trick und Hacker zugestimmt werden kann, muss doch noch etwas mehr gesagt werden: die Verweigerung des internationalen Spielverkehrs mit einer 15er-Nationalmannschaft ist ein Schlag ins Gesicht aller leistungsorientierten Spielerinnen in der Frauenbundesliga.

Warum beharrt nun der DRV auf dieser Verweigerung? Die fehlenden finanziellen Ressourcen können nicht der Grund sein, haben die führenden Bundesligavereine doch ihre Unterstützung zugesichert. Und zu wenige verlässliche 22er-Kader in der Bundesliga? Das kann wohl kaum ein ernsthaftes Argument sein angesichts des mangelnden Vereinsspielverkehrs in den U 16 und U 18-Bereichen der männlichen Jugend und noch dramatischer dem vollständig fehlenden Vereinsspielverkehr als möglichem Fundament einer weiblichen U 18-Nationalmannschaft im 7er.

In diesem Zusammenhang muss auch ein Blick auf das deutsche Männerrugby erlaubt sein. Wie wäre die Lage ohne die Wild Academy, den HRK oder Pforzheim? Ist es in der Vergangenheit nie vorgekommen, dass noch am Vormittag vor einem Länderspiel Männer aus dem Bett oder von der Baustelle geholt werden mussten, um das Team voll zu kriegen ? Gab es nicht ständig zwecks Verstärkung der Nationalmannschaft die verzweifelte Suche nach dem sprichwörtlichen Maori-Krieger mit deutschem Schäferhund? Und was ist mit der Spielerbasis in der Bundesliga? Wie viele Spiele werden eigentlich bei ungünstigen Ansetzungen abgesagt? Oder weil es zu viele Verletzte oder Kranke gibt ? Oder weil der Weg einfach zu weit und zu teuer ist? In der Bundesliga der Frauen reisen die Mannschaften aber zwischen München und Hamburg zu den Spielen, ohne großartig zu klagen.

All dies lässt nur den einen Schluss zu, nämlich dass der DRV mit zweierlei Maß misst. Dabei können wir nur raten, ob es sich nur um mangelnde Weitsicht oder einfach um eine Geringschätzung des Frauenrugby insgesamt handelt. Auf jeden Fall ist offensichtlich, dass der DRV seiner satzungsmäßigen Verpflichtung, nämlich den Rugbysport zu pflegen und zu fördern, gegenüber den Frauen nicht nachkommt.

Nun teile ich nicht die Hoffnung von Markus Trick, der DRV werde irgendwann seine Haltung ändern. Die einzige Hoffnung bleibt der Weltverband. Dort wird man sicher nicht gerne sehen, dass der DRV einerseits mit der Meldung großer Zahlen von aktiven Spielerinnen glänzt, sich aber gleichzeitig durch die Beschränkung auf eine 7er-Auswahl auf eine Stufe mit Newcomern wie Usbekistan oder Aserbeidschan stellt, während andere wie Kenia und Uganda den Schritt vom 7er zum 15er vollzogen haben.

Jens Michau
Februar 12, 2016

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