Auf der Südhalbkugel (2): Der australische 8-Punkte-Versuch
Geschrieben von Lars Schindewolf
Dienstag, 26. August 2014
Die neue australische Meisterschaft startet mit ungewöhnlichen Regeländerungen
Australien versucht sich erneut an der Ausrichtung einer nationalen Rugby-Meisterschaft. Dabei treten insgesamt neun Teams aus dem ganzen Land gegeneinander an. Nach einer einfachen Hauptrunde, spielen die besten 4 in den Play-Offs um den Titel.
Um den Wettbewerb für das Publikum interessanter zu machen, entschied man sich nach einer Fanumfrage dafür, einige gravierende Regeländerungen auszuprobieren.
Nach Aussage von Verbands-Chef Bill Pulver sollen diese Änderungen das Spiel schneller, offensiver und für den Zuschauer spektakulärer machen und somit neues Interesse am Rugby Union in Australien generieren.
Die wichtigste Änderung betrifft dabei das Punkte-System. Für einen Straftritt bzw. ein Drop-Goal gibt es nur noch 2 Punkte. Für eine erfolgreiche Erhöhung nach einem Versuch 3 Punkte. Ein erhöhter Versuch zählt somit insgesamt 8 Punkte. Gleichzeitig wird das Zeitlimit für Kicks verschärft.
Ein schräger Einwurf in die Gasse wird nicht geahndet, wenn die verteidigende Mannschaft nicht hochspringt.
Bei einem angeordneten Gedränge müssen binnen 30 Sekunden beide Parteien aufgestellt sein.
Der schnelle Einwurf ist auch gestattet, wenn eine Person außerhalb des Spielfeldes den Ball berührt.
Der Videoschiedsrichter (TMO) wird nur bei strittigen Entscheidungen rund um einen Versuch befragt.
Den Bonus-Punkt für Versuche erhält nur die Siegermannschaft und auch nur, wenn 3 oder mehr Versuche mehr als der Gegner erzielt werden.
Im ersten Spiel zwischen den Sydney Stars und dem Team aus Brisbane fielen dann auch gleich 10 Versuche. Dabei gab es keine Punkte durch Straftritte und Drop-Goals. Ähnlich war es bei den folgenden Spielen. Wer sich ein Bild machen möchte hier eine kleine Playlist mit Highlights und den Spielen in voller Länge.