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Deutsche Rugby-Herren besiegen Neuseeland-Auswahl
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Geschrieben von DRV Pressemitteilung   
Samstag, 13. Oktober 2012

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1:0 im Bruderduell, DRV-Nationalspieler Kieran Manawatu 'entfliegt' seinem Bruder Tim - (c) Marco Schmidt

Die deutsche 15er-Rugbynationalmannschaft der Herren haben das erste und zugleich das letzte Testspiel vor dem Auftakt in die neue Europameisterschaftssaison (27. Oktober in Berlin gegen die Ukraine) gewonnen. Das Team der Trainer Torsten Schippe und Kobus Potgieter setzte sich in der sehenswerten dritten Auflage des Duells gegen die New Zealand Ambassadors XV mit 22:20 (10:14) durch. Die Versuche für das deutsche Team legten Alexander Hug, Kieran Manawatu und Pieter Jordaan. Kicker Raynor Parkinson war am heutigen Tag in Frankfurt für insgesamt sieben Zähler gut. „Eine gute und kompakte Leistung der Mannschaft und ein hervorragendes Vorbereitungsspiel für den Auftakt in der Europameisterschaft gegen die Ukraine“, meinte DRV-Vizepräsident Hans-Joachim Wallenwein nach dem Spiel. Das erste Spiel im European Nations Cup 2012-2014 findet am 27. Oktober auf der Anlage des SC Siemensstadt in Berlin statt.

„Das war schon eine sehr ordentliche Leistung im ersten Spiel der Saison“, konstatierte ein zufriedener Nationaltrainer Torsten Schippe. „Wir sind in den ersten knapp 20 Minuten noch nicht richtig in Tritt gekommen. Da waren wir etwas reaktionsträge und vor allem haben wir uns defensiv nicht schnell genug organisiert. Doch dann sind sie langsam in Gang gekommen und haben in der zweiten Halbzeit zum Teil hervorragend gespielt. Großes Lob an die Hintermannschaft um Pieter Jordaan, die defensiv sehr stark war und dann im zweiten Durchgang auch offensive Akzente setzen konnte. Was uns freut, ist, dass der Sturm trotz der Ausfälle von wichtigen Spielern sehr gut gearbeitet hat. Hier hat zum Beispiel Manuel Wilhelm heute eine starke Leistung gezeigt.“

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Das deutsche Team, das ohne den erkrankten Kapitän Alexander Widiker antreten musste, geriet von Beginn an unter Druck. Die New Zealand Ambassadors versuchten, das Spiel schnell zu machen und ihre starken Einzelspieler in Szene zu setzen. Deutschland hielt defensiv aber ordentlich dagegen, hätte aber bereits nach vier Minuten in Rückstand geraten können. Tim Manawatu nahm einen langen Kick von Raynor Parkinson auf und nutzte eine Lücke in der deutschen Defensive zum Durchbruch. Der Ball landete bei Eruera Shelford, der ihn im deutschen Malfeld ablegte. Doch der Versuch wurde nicht anerkannt. Die Kiwis blieben am Drücker und überraschten die DRV-Auswahl in der 8. Spielminute, als John Willis den ersten regulären Versuch legte. Die Erhöhungspunkte addierte Tim Manawatu. Doch das deutsche Team kam schon wenig später mit dem Sturm in gute Position. Obwohl man sich kurz vor dem Malfeld befand, entschied sich Kicker Parkinson für ein „leichtes“ Dropgoal und verkürzte so auf 3:7 (11.). In der Folge musste das deutsche Team ein paar gefährliche Angriffe der Neuseeländer abwehren, kam aber auch selbst zu guten Aktionen. Nach gutem Passspiel wurde Sean Armstrong zwar noch ins Aus gedrängt (22.), doch nur wenig später ging die DRV-Auswahl in Führung. Nach gewonnener Gasse formierte sich das deutsche Paket und Alexander Hug legte zum ersten Versuch ab. Die Erhöhung von Parkinson passte und es stand 10:7 für die DRV- Herren (24.). Es entwickelte sich ein recht ausgeglichenes und sehenswertes Spiel mit leichten Vorteilen für Deutschland im Sturmspiel. Neuseeland war dafür bei Gassen und Kicks etwas besser. Kurz vor der Pause legten die Ambassadors noch einmal nach. Aus dem Paket heraus fand erneut John Willis die Lücke und legte seinen zweiten Versuch. Tim Manawatu erhöhte sicher, und zur Halbzeit lagen die Kiwis mit 14:10 knapp vorn.

Wie schon im ersten Durchgang – und wie es die Ambassadors auch taten – kickte Deutschland zumeist zur Gasse und verzichtete so auf mögliche Punkte durch Straftritte. In der 44. Minute aber überraschte man den Gegner, als Kieran Manawatu einen herausgefangenen Ball zugespielt bekam und zu einem 40-Meter-Lauf ansetzte, der erst im neuseeländischen Malfeld endete. Parkinson wieder sicher mit der Erhöhung und die Führung war wieder beim DRV. Jetzt war das deutsche Team am Drücker. Die nun offensiv aktivere Hintermannschaft besorgte in Person von Routinier Pieter Jordaan, der ebenfalls einen langen Anlauf genommen hatte, den dritten Versuch für Deutschland. Der schwierige Erhöhungskick von außen misslang diesmal (47.). Die Ambassadors entschieden sich jetzt häufiger für Kicks in Richtung Stangen und verkürzten so den Rückstand. Nachdem beide Teams mehrfach gewechselt hatten und der Spielfluss darunter merklich litt, trat Tim Manawatu zwei Mal direkt vor den Malstangen zum Straftritt an und trat den Ball zwei Mal drüber (57. & 66.). In der Schlussphase drängten die Ambassadors verstärkt darauf, die Partie doch noch zu drehen. Tim Manawatu kam mit dem Ball nahe ans deutsche Malfeld heran, konnte aber von Heimpel gestoppt werden. Der Straftritt strich knapp rechts vorbei (79.) und auch der nächste aus über 40 Metern Entfernung brachte nichts ein (80.), doch es wurde jetzt noch mal eng für das deutsche Team. Als jedoch schon weit in der Nachspielzeit auch der letzte von vielen Straftritten gegen das deutsche Team in diesem Spiel vorbei ging, war der knappe, aber keineswegs unverdiente Sieg ins Ziel gebracht.

„Wir sind sehr zufrieden, dass wir jetzt schon zum zweiten Mal den Ambassadors Cup gegen starke Neuseeländer gewinnen konnten. Die haben hier schließlich richtig gute Jungs aufgeboten. Das war ein Spiel auf hohem Niveau. Ich bin sehr zufrieden, wie die Jungs das heute gelöst haben, und auch ein wenig überrascht, wie gut das im ersten Spiel der Saison schon ausgesehen hat. Ich hoffe, dieser sehr gute Auftakt gibt uns das nötige Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben.“

Deutschland: 1 Arthur Zeiler (73. Samy Füchsel) - 2 Benjamin Krause - 3 Patrick Schliwa (49. Marcus Bender) - 4 Benjamin Danso (49. Pascal Drügemöller) - 5 Manuel Wilhelm - 6 Kehoma Brenner (49. Elmar Heimpel) - 7 Alexander Hug (79. Jörn Schröder) - 8 Rob May (64. Anjo Buckman) - 9 Sean Armstrong - 10 Raynor Parkinson (64. Carlos Soteras-Merz) - 11 Mustafa Güngör (73. Rafael Pyrasch) - 12 Lars Eckert (36. Benjamin Simm) - 13 - Pieter Jordaan - 14 Marten Strauch (53. Steffen Liebig) - 15 Kieran Manawatu

Zuschauer: 2.500
Punkte: 0:7 (8.) Versuch John Willis & Erh. Tim Manawatu, 3:7 (11.) Dropgoal Raynor Parkinson, 10:7 (24.) Versuch Alexander Hug & Erh. Raynor Parkinson, 10:14 (39.) Versuch John Willis & Erh. Tim Manawatu, 17:14 (44.) Versuch Kieran Manawatu & Erh. Raynor Parkinson, 22:14 (48.) Versuch Pieter Jordaan, 22:17 (57.) Straftritt Tim Manawatu, 22:20 (66.) Straftritt Tim Manawatu
Zeitstrafen: - / -; Platzverweise: -/-

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Kommentare (2)add comment

TotalRugby Team said:

366
...
Video-Beitrag der Offenbach Post online!
Oktober 14, 2012

Nicolai Wagner said:

325
...
Die Deutsche Nationalmannschaft wird "Löwen" genannt. Wahrscheinlich aufgrund des Nationalwappens: Weißer Löwe auf weißem Grund.
Oktober 14, 2012

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