 Der FC St. Pauli möchte sich am Wochenende mit einem Sieg über Germania den 2. Platz in der Nordgruppe sichern - (c) Perlich
Die Entscheidungen sind gefallen, weshalb es nach vier körperlich und nervlich hochanstrengenden Spieltagen am 5. Spieltag der Bundesliga-Vorrunde nur darum gehen kann, ohne große Blessuren durchzukommen und für die Zwischenrunde in Meisterschaft und DRV-Pokal Fahrt aufzunehmen. Wir blicken vorab auf den letzten regulären Spieltag der Vorrunde:
Nord
FC St. Pauli : SC Germania List Samstag, 22. September 15:00
Durch den Rückzug des DRC Hannover kommt der FC St. Pauli erst am letzten Spieltag der Vorrunde in der 1. Bundesliga Nord in den Genuss eines Heimspiels. In der Rugby-Arena Saarlandstraße empfangen die Hamburger am Sonnabend (22. September, 15 Uhr) den SC Germania List aus Hannover.
„Germania war vergangene Saison unser größter Konkurrent um die Nordmeisterschaft in der 2. Bundesliga - und die Truppe aus List wird bestimmt nicht schlechter geworden sein. Von dem eindeutigem Ergebnis gegen den DSV 78 vergangene Woche (3:86, Anm. d. Red.) lassen wir uns nicht täuschen und erwarten einen engen Spielausgang, wobei wir natürlich gewinnen wollen um die Punkte mit in die Meisterrunde nehmen zu können“, blickt Pauli-Sprecher Oliver Winkler auf das anstehende Spiel. „Desweiteren wollen wir unsere starke Heimbilanz weiter auszubauen.“
Die Braun-Weißen gehen also optimistisch in die Partie und bauen auf ihre eigene Stärke. „Wir haben unseren Kader über die vergangenen Jahre stetig verbessert. Oft waren wir oben dran, bis wir in der abgelaufenen Saison endlich die Liga gewinnen konnten. Die stetige Arbeit zahlt sich aus und diesen Weg wird der Verein weiter bestreiten“, betont Winkler. Er verweist besonders auf das spezielle Fitnesstraining, das die Spieler absolvieren. „Das führt dazu, dass wir seit mehr als zwei Jahren keinen einzigen Ausfall durch muskuläre Probleme beklagen müssen“, sagt der Pauli-Sprecher. Deshalb können die Hamburger gegen die Germanen auf einen vollständigen Kader zurückgreifen, der zudem durch die Genesung von Romain Fiet in der Hintermannschaft weitere Alternativen bietet.
TotalRugby Prognose: Der FC St. Pauli wird mit seinem Sturm Ball und Gegner kontrollieren und mit der Hintermannschaft die nötigen Punkte einfahren. Mit einem Sieg von +17 Punkten sichern sich die Hamburger den zweiten Platz in der Nordgruppe.
Hannover 78 : TSV Victoria Linden Sonntag, 23. September 15:00 Uhr
Gruppenprimus Hannover 78 geht am Sonntag (23. September, 15 Uhr) fokussiert in die Partie gegen den deutschen Rekordmeister Victoria Linden: „Wir werden auch Victoria nicht unterschätzen und sehr konzentriert an dieses Spiel herangehen und versuchen kleinere Trainingseinheiten umzusetzen“, sagt 78-Trainer Carsten Segert. Die taktische Marschrichtung überlässt er dabei seinen Spielern auf dem Feld, „da taktische Entscheidungen solche sind, die im Spiel von Spielern im Moment der Aktion und des Ballbesitzes getroffen werden“. Wo seine Mannschaft spielerisch steht, kann Segert nur schwer einschätzen, da seine Mannen in den bisherigen Spielen zu wenig gefordert wurden. So gilt es für den designierten Gruppensieger, einen leichten Schlendrian abzustellen und konsequent bis zum Abpfiff seine Chancen zu verwerten. Dabei sind die Einsätze von Hakler Jannis Schax, Steven Bouajila, Guillermo Cattaneo (beide Innendreiviertel) sowie Zweite-Reihe-Stürmer Jörn Schröder momentan fraglich.
Auch gegen Victoria Linden wird Hannover 78 seiner klaren Favoritenrolle gerecht. Auch wenn der Trainer in der Presse das eine oder andere an der Spielweise seines Teams kritisierte, wird 78 dieses Spiel mit +80 Punkten gewinnen.
Ost
Berliner RC : Berliner SV 92 Samstag, 22. September 15 Uhr
Der letzte Spieltag in der Vorrunde der ersten Bundesliga Ost bringt wenig Überraschendes. Das weiß auch der BSV und geht nüchtern an das nächste Spiel heran. Der vierte Platz und somit das Weiterkommen in die Meisterrunde ist so gut wie geklärt, jetzt geht es den Wilmersdorfern nur noch darum, das kommende Spiel gegen den BRC möglichst verletzungsfrei zu gestalten. Auch Coach Marek Sniowski macht daraus keinen Hehl und blickt pessimistisch auf die nächste Partie: „Der Teamwille hat nach dem Erfolg gegen Leipzig nachgelassen und viele Leistungsträger werden im Training vermisst. Und das, obwohl wir im dem Match gegen Leipzig nicht mal ansatzweise mit unserem Spielsystem gespielt haben.“. Aus den vergangenen Testspielen kennen sich die beiden Westberliner Vereine schon recht gut und jeder weiß, was auf einen zukommt: „Der BRC ist eine Marke in Berlin und Alles, was aus Berlin/Brandenburg nach Oben will, muss sich an dem BRC messen. Daher gibt es in dieser Partie nur einen Favoriten.“, resümiert Sniowski. Wen der sympathische Anal |