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League-Nationalmannschaft startet mit 16-48 Niederlage aus der Corona-Pause
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Mittwoch, 6. Oktober 2021

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Gegen die Niederlande reichte es erneut nicht zu einem Sieg für Deutschlands Dreizehner-Nationalmannschaft.

Auch Deutschlands Rugby-League-Nationalmannschaft hat am vergangenen Wochenende zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Pandemie wieder ein Spiel absolviert. Anders als die Adler, musste die deutsche Dreizehn aber in Düsseldorf eine Pleite einstecken. Gegen die Niederlande gab es die fünfte Niederlage im direkten Duell in Folge, die mit 16-48 leider deutlich ausfiel.

Kapitän Kapitän Mawuli Améfia freute sich einerseits über die Gelegenheit endlich wieder ein echtes Länderspiel austragen zu können. Zugleich sieht der Münchner die mangelnde Spielpraxis seines Teams als Ursache für den Unterschied zwischen beiden Teams.

Vor allem die fehlende gemeinsame Trainings- und Spielpraxis machte sich auf der Anlage der Düsseldorf Dragons von Beginn an bemerkbar. Der Rugby-League-Spielbetrieb wurde hierzulande im Gegensatz zum Nachbarland noch nicht wieder aufgenommen. Lediglich ein Nord-Süd-Spiel nach dem Vorbild des australischen State of Origin wurde bisher ausgetragen.

Kapitän Mawuli Améfia zum Spiel in Düsseldorf: "Es war sehr schön wieder Rugby League in der Nationalmannschaft zu spielen und alte Kollegen sowie neue Spieler, die es in den Kader geschafft haben, für Deutschland auf den Platz zu sehen. Unsere Vorbereitung für den Griffin Cup war bei weitem nicht ideal. Wir haben mehr oder weniger aufgrund von Corona und den Unklarheiten und Planungsschwierigkeiten, die damit entstehen, erst im August vereinzelte Trainingseinheiten ausrichten können. Der Cooper Cup am 28.08 und das German Origin am 19.09 waren die einzigen Events, bei denen wir etwas Spielpraxis bekamen. Glücklicherweise haben wir durch diese beiden Veranstaltungen einen starken Zuwachs für die Nationalmannschaft bekommen. Leider nützt die individuelle Stärke der einzelnen Spieler nicht viel, wenn die Spielpraxis und Erfahrung nicht vorhanden ist. Dieser Unterschied war letzten Samstag zwischen der deutschen und niederländischen Mannschaft klar zu sehen."

Der Großteil des Spieltags-Kaders war zwar bereits im Union-Spielbetrieb in der zweiten Bundesliga und den Regionalligen der Republik unterwegs - jedoch im Fünfzehner und nicht gemeinsam auf dem Feld.  Die Niederländer wiederum, die fünf reine Rugby-League-Klubs haben, sind da schon erheblich weiter und bereiten sich zudem aktuell auf Aufstiegsspiele gegen die Türkei und Malta vor.

Kapitän Améfia führt das deutsche Team aufs Feld

Dazu fehlten dem deutschen Team die sogenannten Heritage-Spieler, also englische Spieler mit deutschen Vorfahren, mit denen das Team im internationalen League durchaus wettbewerbsfähig ist. Das jährliche Treffen mit den Holländern war für Trainer Bob Doughton zuletzt die Chance lokale Spieler unter Wettkampf-Bedingungen zu testen.

Doch nachdem die Spiele von 2013 bis 2016 allesamt gewonnen wurden, folgten zuletzt vier Niederlagen gegen Oranje in Folge. Das ist auch deshalb ärgerlich, weil die Niederlande im europäischen Rugby League eine Klasse tiefer angesiedelt sind, als das deutsche Team.

Ohne einen regelmäßigen League-Spielbetrieb wird es für das deutsche Team aber schwer das Ziel WM-Quali zu erreichen. Dabei ist die Konkurrenz im Dreizehner deutlich übersichtlicher, als im traditionellen Fünfzehner. Zudem hat das deutsche Team zuletzt unerwartet Verstärkung neben der Linie erhalten.

Der ehemalige Rugby-League-Profi und England-Nationalspieler Andy Hay ist aus privaten Gründen ins fränkische Bamberg gezogen. Der Mann mit 353 Profi-Spielen zwischen 1990 und 2005 hatte zuletzt das Super-League-Team Castleford trainiert und wird Nationaltrainer Bob Doughton künftig unterstützen.

Nationaltrainer Bob Doughton und Ex-Profi und Berater Andy Hay im Gespräch

Mit Blick auf das Ziel Qualifikation für die League-WM 2025 dürfte das durchaus eine gute Nachricht sein. Auch, weil Hay sehr gute Verbindungen in die Super League hat und das deutsche Team damit häufiger auf die Heritage-Player zurückgreifen dürfte.

Die Spielberechtigungs-Kriterien sind im League weitaus entspannter - unter anderem sind Spieler mit einem Spiel nicht direkt ein Leben lang an ein Team gebunden - so dass der Zugriff auf für Deutschland spielberechtigte Spieler weitaus einfacher ist.

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