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Crusader auf Abruf
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Mittwoch, 17. März 2021

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Segner im Training mit Neuseelands Über-Team Crusaders. Foto (c) Crusaders

Anton Segners Rugby-Märchen Down Under geht weiter. Der 19-jährige Deutsche hatte letzten Monat seinen ersten Testspieleinsatz für Neuseelands Rekordmeister Crusaders gefeiert (TR berichtete) und ist seitdem nur haarscharf am ersten Pflichtspieleinsatz für die Kreuzritter vorbeigeschrammt. Wie es beim jungen Frankfurter Down Under läuft und was ihn in zwei Monaten bei den Crusaders besonders imponiert hat, haben wir ihm am heutigen Morgen gefragt.

Anton Segner war gerade erst nach über zwei Monaten Saisonvorbereitung mit dem Rekordmeister Crusaders in Christchurch in seine neuseeländische Heimatstadt Nelson zurückgekehrt, da kam der unerwartete Anruf von den Crusaders. Ethan Blackadder, Dritte-Reihe-Stürmer der Crusaders, hatte sich im Auftaktspiel seines Teams gegen die Hurricanes eine Gehirnerschütterung zugezogen.

Man brauche ihn wieder im Training und so saß Anton Segner bereits am darauffolgenden Morgen um acht Uhr wieder im Flieger, um von Nelson nach Süden gen Christchurch zurückzukehren. Als sich dann unter der Woche noch Crusaders- und All-Blacks-Flanker Cullen Grace eine Blessur an der Rippe zuzog, hieß es plötzlich „Anton du startest von der Bank“. Segner schrammte schließlich doch noch haarscharf am Debüt vorbei, da sich Grace in allerletzter Minute vor dem Spiel fit meldete.

Herzklopfen und Nervostität beim jungen Deutschen

„Herzklopfen und ein wenig Nervosität“ - so beschreibt Anton Segner seine damalige Gefühlslage, zwei Wochen nach diesem Erlebnis. Nun ist er erneut nach Nelson zurückgekehrt, in die Stadt, die seit seinem ersten Schulaustausch 2017 zu einer Art zweiten Heimat am anderen Ende der Welt geworden ist und in der er mit den Makos vor gerade Mal sechs Monaten sein Profi-Debüt gegeben hatte (TR berichtete).

Aus den acht Wochen Pre-Season mit den Crusaders nimmt der junge Deutsche eine Reihe von Erkenntnissen mit. „Das Niveau ist im Vergleich zum Mitre 10 Cup wirklich noch Mal deutlich höher, mehr noch als ich es erwartet hätte - es ist schneller, härter und die einzelnen Spieler haben noch Mal mehr Spielverständnis“, so die Einschätzung Segners, der im Herbst letzten Jahres insgesamt fünf Einsätze von der Bank im Mitre 10 Cup feiern konnte.

All-Blacks-Veteran Sam Whitelock war einer von Segners Mitspielern, die ihm besonders imponiert haben

Besonders imponiert habe ihm die Klasse der All-Blacks-Asse, wie Scott Barrett, Codie Taylor oder Sam Whitelock. Diese Jungs seien noch Mal auf einem anderem Niveau, körperlich wie mental, wie Segner im Gespräch mit TR erläutert. Richie Mo’unga mit seinen Spielmacherqualitäten, „wie er das Boot auf dem Feld steuert“, sei besonders beeindruckend. Sam Whitelock wiederum sehe man seine Erfahrung aus über 100 Spielen für Neuseeland zu jedem Zeitpunkt an - „er weiß immer genau wo er sein muss“.

„Ich muss physisch noch zulegen“

Selbst müsse er vor allem an der physischen Stärke arbeiten und bis zum nächsten Jahr auch weitere Spielpraxis sammeln. Die Crusaders-Vorbereitung mit Schwerpunkt auf Fitness habe ihm drei bis vier Kilo gekostet, die er sich nun wieder erarbeiten müsse. Bis zum Start der Vorbereitung für den Mitre 10 Cup im Juli/August bleiben Segner aber noch einige Monate. Bis dahin wird er zunächst beim neugeschaffenen U-20-Turnier der Super Rugby Teams teil und bleibt sozusagen Crusader auf Abruf.

Für 2022 strebt Segner dann einen Vollzeit-Vertrag bei den Crusaders an, allein schon weil er auf der neuseeländischen Südinsel daheim ist und die U-Mannschaften des Teams durchlaufen hat. Gleichwohl will sich Segner aber auch alle Optionen offen halten, sofern ein anderes Super-Rugby-Team aus Neuseeland ihn verpflichten will.

Doch die Crusaders waren für Segner quasi schon eine weitere sportliche Heimat geworden, in die er herzlich aufgenommen wurde. Sturmkollege und All-Blacks-Superstar Whitelock habe sich per Handshake vorgestellt, als ob dies noch nötig gewesen wäre. Meister-Trainer Scott Robertson sorgt derweil für eine perfekte produktive Atmosphäre im Kader -  „mich wundert es nicht, dass die Crusaders Super Rugby Aotearoa dermaßen dominieren.“ Zunächst wird Segner weiter zuschauen müssen, aber das Debüt könnte schneller kommen, als erwartet.

*Die Crusaders haben uns freundlicherweise mit Fotos vom Training weitergeholfen - thank you Saders an dieser Stelle

** Super Rugby Aotearoa, unter anderem mit den Crusaders, läuft in Deutschland bei Rugbypass.com als gebührenpflichtiger Stream

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