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Start in die World Series bei den Dubai 7s: Fidschi, Südafrika oder ein Außenseiter?
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Mittwoch, 4. Dezember 2019

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Wer kann World-Series-Titelverteidiger Fidschi stoppen? Foto (c) Perlich

Die Dubai 7s feiern in diesem Jahr ihr fünfzigjähriges Bestehen - das Turnier ist die größte Rugby-Party in der Wüste und nicht zuletzt der Auftakt in die World-Series-Saison, die in den olympischen Wettbewerb mündet. Titelverteidiger Fidschi zählt wie immer zu den Größen auf der World Series - Südafrika geht verstärkt mit einem Fünfzehner-Weltmeister und einigen Blitzboks-Rückkehrern in die neue Saison und mit Irland ist ein weiteres ambitioniertes Team im Konzert der 14 besten Siebener-Teams angelangt. Australien hat den neuesten schnellsten Mann im Welt-Rugby. Doch zunächst heißt es: Wer krönt sich an diesem Samstag in der Wüste von Dubai?

Ein Weltmeister für die Boks

Dubai-Vorjahressieger Südafrika hat in der Sommerpause mächtig aufgerüstet. Wohl am meisten Schlagzeilen machte die Aussage von Springboks-Weltmeister Cheslin Kolbe, der im Finale von Yokohama einer der Sieggaranten mit einem spektakulären Versuch war: „Ich hoffe mein Land Südafrika bei der nächsten Olympiade vertreten zu dürfen“, so Kolbe gegenüber der französischen Rugby-Zeitung Midi Olympique. An diesem Wochenende wird Kolbe zwar noch nicht im Blitzboks-Grün in Dubai auflaufen, aber dafür eine Reihe weiterer Südafrika-Stars.

Angeführt von Kapitän Siviwe Soyizwapi, der im Oktoberfest-7s-Finale vor gut zwei Monaten noch den Boks im Finale den siegbringenden Versuch bescherte, kehren einige ehemalige Siebener-Stars aus dem Super Rugby zurück. Allen voran Supersprinter Seabelo Senatla, Spitzname Jet Shoes, der bereits den Titel Siebener-Spieler des Jahres einheimste. Rosco Specman und Dylan Sage sind ebenso zurück im Blitzboks-Aufgebot, so dass der erfahrenen Werner Kok erstmal nur im Development Team auflaufen wird.

Vom WM-Finale zurück in die World-Series: Blitzboks-Ass Cheslin Kolbe

Kann Fidschi das Kunststück wiederholen

Ein weiteres Land, das Siebener-Talente am laufenden Band produzieren, ist Fidschi. Die Insulaner hatten sich in der letzten Saison, die die 20. der World-Series-Geschichte war, den Titel gesichert. Es war für den Olympiasieger erst der insgesamt vierte Titel. Doch in den letzten Jahren hat das Team, das immer mit wieder mit Abgängen zu zahlungskräftigen Klubs in Frankreich, Australien und Neuseeland zu kämpfen hat, immer wieder großartige Spieler aus dem Hut gezaubert. Allein im letzten Jahr schafften Vilimoni Botitu, Aminiasi Tuimaba und Terio Tamani den Durchbruch auf der Series.

Im Vorlauf zu Olympia 2016 hatten einige Superstars des fidschianischen Rugbys, die den Flying Fijians aus dem Team gekauft wurden, die Rückkehr mit Blick auf Olympia-Gold gewagt. Darunter mit Joshua Tuisova und Sami Radradra zwei der besten Fünfzehner-Außen der Welt, die einst den Durchbruch bei den Flying Fijians geschafft hatten. Zunächst startet Fidschi aber angeleitet von Coach Gareth Baber mit dem erfolgreichen Personal der Vorsaison in die neue Spielzeit, das bereits eine Klasse besser war, als die Konkurrenz. Sollten dann noch einige der Ex-Stars zurück in den Kader kehren, muss sich die Konkurrenz warm anziehen.

Gerade für die USA, die vergangene Spielzeit lange nach dem sicheren Sieger der Series aussahen, dürfte das schlechte Nachrichten sein. Damals war das US-Team nach den verletzungsbedingten Ausfall des Supersprinters Perry Baker und Sturm-Tanks Danny Barrett gegen Saisonende stark abgefallen. Doch beide sind mittlerweile wieder an Bord. Lediglich Ben Pinkelmann und Martin Iosefo fehlen nachdem sie bei der Fünfzehner-WM im Einsatz für die Eagles waren und aktuell ein hartes Trainingsprogramm absolvieren, um mit dem Tempo in der Series klarzukommen.

Die weitere Konkurrenz dürfte sich aus Rekordsieger Neuseeland, die mit zwölf World-Series-Gesamttiteln immer noch einsam an der Spitze liegen, sowie England und Australien zusammensetzen. Gerade die Australier könnten Anfang der Saison eine interessante Rolle spielen. Hatten sie doch erst letzten Monat im Ozeanien-Qualiturnier ihr Tokio-Ticket lösen müssen und dürften deshalb in guter Frühform. Dazu haben die Aussies mit Trae Williams einen Neuling an Bord, der noch von sich reden machen dürfte.

Wer ist schnellste Rugby-Spieler der Welt

Williams, der wegen seiner riesigen Oberschenkel nur Quadzilla genannt wird, war bis zuletzt einer der schnellsten Sprinter Australiens. Mit einer Bestzeit von 10,10 auf 100 Meter ist er sogar schneller als Carlin Isles, der bisher den inoffiziellen Titel schnellster Spieler der Welt trug. Wer auf dessen Instagram-Profil schaut, sieht dort immer noch die wenig bescheidene Selbstbeschreibung „fastest Rugby player in the world“ - angesprochen auf den neuen Mann Williams erwiderte Isles nur kurz und knapp, dass er nicht gedenke irgendwelche Wettrennen zu verlieren.

In Dubai wird Quadzilla auf die Rugby-Welt losgelassen

Beide werden in Dubai bereits in der Gruppenphase aufeinandertreffen. Nicht nur für die Fans im 50.000 Zuschauer fassenden Stadion „the Se7ens“ ein absolutes Highlight. Das Spiel der Australier gegen die USA dürfte auch wegweisend sein - haben sich die USA als Top-Team etabliert, oder war die letzte Spielzeit nur ein Ausreißer. Ihr Heimturnier jedenfalls, wird es in der Form nicht mehr geben.

Der Spielplan der Series insgesamt bleibt zwar nahezu unverändert. Aber der amerikanische Verband USA Rugby hat den Austragungsort seines Heimturniers geändert. Nach genau zehn Jahren im Sam Boyd Stadion von Las Vegas, wird das Turnier künftig unweit davon in Los Angeles ausgetragen. Die neue Heimat wird der Dignity Health Sports Park sein - der sperrige Name mag selbst Sport-Nerds unbekannt sein. Doch aktuell ist das Stadion im Herzen LAs, das mittlerweile den schon dritten Sponsoren-Namen trägt, die Heimat des NFL-Teams Chargers sowie der Fußball-Mannschaft Galaxy. Die restlichen Austragungsorte der Series bleiben derweil unverändert.

Die World-Series-Speedster um Isles, Norton und Baker bekommen bald Konkurrenz

Von der Liebesinsel auf die World Series

Eine nicht gänzlich unbekannte, aber neue Größe ist Irland. Der Wolfpack-Dauerkonkurrent der vergangenen Jahre, um den Aufstieg in die World Series hatte bereits als Gast-Team auf der World Series für Aufsehen gesorgt, unter anderem mit einem dritten Rang bei den London 7s. Die Boys in Green dürften anders, als bisherige Aufsteiger, erstmal nur wenig mit dem Abstieg zu tun haben und eventuell um den einen oder anderen Turniersieg mitspielen. Dazu wird das irische Team der Series insgesamt Aufmerksamkeit aus einer ungewohnte Ecke bescheren.

Irlands Greg O’Shea hat nämlich in diesem Jahr abseits des grünen Rasens für zahlreiche Schlagzeilen gesorgt. Er gewann die in Großbritannien unglaublich erfolgreiche TV-Show Love Island, die über Wochen Millionen Briten verfolgt haben, von denen normalerweise wenige dem Rugby zugeneigt sein dürften.

Deutsche Fans schauen bei DAZN in die Röhre

Die schlechte Nachricht aus deutscher Sicht. Die launigen Übertragungen der DAZN-Kommentatoren um Sven Gabbei, Simon Jung, Jan Lüdeke und TR-Gründer Manuel Wilhelm fallen aus. Denn der Streamingdienst wird nach mehreren Jahren künftig die World Series nicht mehr übertragen. Viele Fans hatten sich gemeinsam mit den Moderatoren die nächte bei den fernen Destinationen der Series um die Ohren geschlagen. Dafür dürfte aller Voraussicht nach der Weltverband kostenfrei nach Deutschland streamen. Dann aber nur auf Englisch.

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Kommentare (5)add comment

Mark Temme said:

2014
Link zum Livestream
Moin Rugby-Gemeinde,

kann jemand hier den Link zum Dubai 7s Live-Stream posten?
Danke
Dezember 05, 2019

Peter Woywod said:

4347
Servus aus Salzburg
Suche auch den Stream, nachdem dazn, die Krämerseelen, sich verabschiedet haben.
Dezember 05, 2019

Uwe Diedrichs said:

Dezember 05, 2019

Peter Woywod said:

4347
...
Alles klar. Freue mich auf viele gute Spiele und auf "meine Blitzbokke"
Dezember 05, 2019

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. Dezember 2019 )
 
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