Auch in Unterzahl ließ Rugby-Bundesligist SC 80 Frankfurt dem DSV Hannover keine Chance. Nach einer Stunde ging Nationalspieler Mark Sztyndera verletzungsbedingt vom Feld. Doch Frankfurts Trainer Aaron Satchwell verzichtete darauf, einen neuen Mann zu bringen, denn die Ersatzkräfte Kieran Manawatu und Adam Howes waren noch angeschlagen. «Man hat es gar nicht gemerkt, dass wir mit 14 weitergemacht haben», meinte der Sportliche Dieter Wüst. Nach 80 Minuten hatten die «80er» den Tabellenletzten mit 84:5 deklassiert, zur Pause war die Partie beim Stand von 42:5 bereits entschieden.
«Wenn die Mannschaft bis zum Schluss Dampf gemacht hätte, wären es sicherlich über hundert Punkte geworden», sagte der 55-Jährige. Wichtigste Erkenntnis war für den neuen Spitzenreiter, dass in Timothy Manawatu ein weiterer Top-Spielmacher in den eigenen Reihen steht. «Er war der überragende Denker und Lenker», so Wüst. Der Neuzugang verwandelte sämtliche zwölf Erhöhungskicks und legte dazu selbst noch zwei Versuche.
Manawatu agiert ähnlich wie Jason Campell und versucht, Lücken in der gegnerischen Verteidigung selbst aufzudecken. Da Manawatu wuchtiger ist als der bisherige Verbinder, könnte er auch künftig wieder auf einer der beiden Innendreiviertel-Positionen agieren. Ein gelungenes Debüt im Erstliga-Team gab der Ex-Stuttgarter Carlos Soteras Merz auf der Position 13. Zum Zug kamen auch Wiedereinsteiger Sam Henderson und Rückkehrer Rodrigo Eleter.