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ENC Division 1 2008-2010
Spielbericht - 1. Spieltag

Samstag, 07. Februar 2009 - 14:00 Uhr
Deutschland Georgien

Deutschland

Georgien


5


38


Zuschauer: 3.000


Startaufstellung
Ein- / Auswechslungen
54' ausgewechselt Faber, Pierre (Prop)
eingewechselt Krause, Benjamin (Prop)
ausgewechselt Hug, Alexander (Dritte Reihe )
eingewechselt Brenner, Kehoma (Dritte Reihe )
57' ausgewechselt Sieber, Bodo (Zweite Reihe)
eingewechselt Wilhelm, Manuel (Zweite Reihe)
59' ausgewechselt Davies, Kieron (Innendreiviertel)
eingewechselt Eckert, Lars (Verbinder)
65' ausgewechselt Coly, Tim (Hakler)
eingewechselt Tussac, Damien (Prop)
71' ausgewechselt Poppmeier, Michael (Dritte Reihe )
eingewechselt Wacha, Rolf (Dritte Reihe )
77' ausgewechselt Brierley, Ben (Außendreiviertel)
eingewechselt Strauch, Marten (Außendreiviertel)
31' ausgewechselt Zirakashvili, Davit (Prop)
eingewechselt Khinchagishili, Davit (Prop)
46' ausgewechselt Natriashvili, Irakli (Innendreiviertel)
eingewechselt Giorgadze, Akvsenti (Hakler)
56' ausgewechselt Urushadze, Rati (Dritte Reihe )
eingewechselt Basilaia, Dimitri (Dritte Reihe )
66' ausgewechselt Chkhaidze, George (Dritte Reihe )
eingewechselt Labadze, Gregori (Dritte Reihe )
69' ausgewechselt Malaguradze, Lasha (Verbinder)
eingewechselt Barkalaia, Otar (Verbinder)
ausgewechselt Abuseridze, Irakli (Gedrängehalb)
eingewechselt Samkharadze, Bidzina (Gedrängehalb)

Ereignisse

  • VersucheVersuche
  • ErhoehungenErhoehungen
  • Gelbe KartenGelbe Karten
  • Ben Brierley 14'
  • Irakli Chkhikvadze 20'
  • Davit Zirakashvili 31'
  • Irakli Machkhaneli 56'
  • Mamuka Gorgodze 62'
  • Mamuka Gorgodze 72'
  • David Kacharava 80'
    • Merab Kvirikashvili 56'
    • Merab Kvirikashvili 62'
    • Merab Kvirikashvili 72'
    • Merab Kvirikashvili 80'
    • Tim Kasten 28'

      Zusammenfassung

      Stark gekämpft, aber letztlich doch klar verloren: Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft bot in ihrem zweiten Spiel nach dem Aufstieg in die EM-Division 1 Titelverteidiger Georgien im Heidelberger Fritz-Grunebaum-Sportpark lange Zeit Paroli, musste sich dem Favoriten aber am Ende mit 5:38 (5:10) geschlagen geben und kassierte damit nach mehr als acht Jahren wieder eine Pflichtspiel-Niederlage im eigenen Land.



      Debütant Ben Brierley (SC Frankfurt 1880) hatte die Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) mit einem Versuch in Führung gebracht. Georgien schaffte aber noch vor der Pause die Wende und hatte in der Schlussphase die deutlich größeren Kraftreserven.



      “Unsere Mannschaft war bis zur 60. Minute fast gleichwertig. Mit etwas Glück wäre zwischenzeitlich sogar der Ausgleich zum 10:10 gelungen”, sagte DRV-Präsident Claus-Peter Bach und sprach den Spielern ein großes Lob aus: “In kämpferischer Hinsicht war das überragend.” Vor allem in der Defensive habe das deutsche Team “hervorragend” agiert. Der erste Verteidigungsfehler, betonte Bach, sei der DRV-Auswahl erst in der 56. Minute unterlaufen, als die Gäste ihren dritten Versuch legten und es damit 15:5 für den WM-Teilnehmer von 2007 stand. “Das war sicherlich der Knackpunkt”, meint Bach. “Davor hatte ich das Gefühl, die Georgier hatten sogar Angst, gegen uns zu verlieren.” Jens Schmidt, Kapitän der deutschen Mannschaft, sah es ähnlich: “Ich denke, die Georgier waren etwas überrascht von unserer Leistung”, so der Stürmer. “Die haben nur gewonnen, weil sie alle Profis sind und am Ende mehr nachlegen konnten als wir.”



      Für Nationaltrainer Rudolf Finsterer war es daher kein Wunder, dass seiner zum Großteil aus Amateuren bestehenden Mannschaft in den letzten 20 Minuten etwas die Luft ausgegangen sei. Vorwürfe wollte er dem Team nicht machen. “Wir können uns natürlich wochenlang darüber unterhalten, was wir anders hätten machen können”, sagte Finsterer. “Für mich ist aber in erster Linie wichtig, dass wir toll gefightet haben.” Vor allem in der ersten Spielhälfte sei es “ein Traum” gewesen, der Mannschaft zuzuschauen: “Die Jungs haben alle mit Herz gespielt. Der kämpferische Einsatz war hervorragend.”



      Auch DRV-Sportdirektor Volker Himmer war trotz der Niederlage voll des Lobes: “Unsere Mannschaft hat gegen die starken Georgier eine Superleistung gezeigt, eine wahre Abwehrschlacht. Vor allem die erste Halbzeit war grandios. Dass nachher etwas die Luft ausgegangen ist, war zu erwarten. Das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen.” Sehen lassen konnte sich auch der deutsche Versuch zum 5:0, als das Leder-Ei nach einem schönen Spielzug bei Außenspieler Ben Brierley (SC Frankfurt 1880) landete und der Debütant unter dem Jubel der knapp 3000 Zuschauer ins georgische Malfeld hechtete (14.). Die Antwort der Gäste ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Nach einem gewonnen Gedränge kamen die Osteuropäer zum Ausgleich (20.) und gingen elf Minuten später in Überzahl (Tim Kasten saß wegen einer Zehn-Minuten-Strafe draußen) mit 10:5 in Führung, wobei der zweite Versuch äußerst umstritten war. Bach sprach angesichts der Tatsache, dass Mustafa Güngör (RG Heidelberg) von einem Georgier festgehalten wurde, als er gerade den Ballträger aufhalten wollte, sogar von einer “irregulären Aktion”. Spielentscheidend war diese freilich nicht. Aber ein 5:5 zur Halbzeit hätte bei den deutschen Spielern sicherlich noch ein paar zusätzliche Kräfte freigesetzt. “Und wer weiß, wie das Spiel verlaufen wäre, wenn wir nach der Pause zum 10:10 ausgeglichen hätten”, sagte Finsterer, um sich danach aber umgehend gedanklich bereits der nächsten Partie am kommenden Samstag gegen Rumänien (14 Uhr, Fritz-Grunebaum-Sportpark, Heidelberg-Kirchheim) zu widmen: “Wir werden die Partie in den kommenden Tagen genau analysieren”, kündigte der Nationaltrainer an. “Fest steht aber jetzt bereits, dass wir auf dieses Spiel aufbauen können.”



      Claus-Peter Bach hat die Rumänen zuletzt bei der WM 2007 in Frankreich gesehen. “Die Mannschaft von damals haben sie nicht mehr”, weiß der DRV-Präsident. “Aber die Rumänen verfügen über einen starken Nachwuchs und sind mit ihrer U21 vergangenes Jahr nach einer beeindruckenden Vorstellung Europameister geworden. Leichter als gegen Georgien wird es also nicht unbedingt werden.” Allerdings: Robert Mohr (Stade La Rochelle) und Colin Grzanna (Berliner RC), die gegen Georgien fehlten, werden am Samstag mit von der Partie sein. “Das sind zwei wichtige Spieler”, betont Finsterer. “Mit ihnen werden unsere Chancen etwas höher sein.”



      Deutschland: Alexander Widiker (RC Orleans), Tim Coly (RG Heidelberg/65. Damien Tussac, RC Toulon), Pierre Faber (RG Heidelberg/54. Kehoma Brenner, RG Heidelberg), Jens Schmidt (TSV Handschuhsheim), Bodo Sieber (Capetown University/57. Manuel Wilhelm, RG Heidelberg), Tim Kasten (Southend RFC), Alexander Hug (TSV Handschuhsheim/54. Benjamin Krause, SG 78/08 Hannover), Michael Poppmeier (Lazio Rom/71. Rolf Wacha, SC Frankfurt 1880), Mustafa Güngör (RG Heidelberg), Kieron Davies (Ampthill RFC/59. Lars Eckert, SC Neuenheim), Clemens von Grumbkow (RC Orleans), Edmoore Takaendesa (RG Heidelberg), Benjamin Simm (SG 78/08 Hannover), Benjamin Brierley (SC Frankfurt 1880/77. Marten Strauch, SC Neuenheim), Thorsten Wiedemann (TSV Handschuhsheim)



      Georgien: Goderzi Shvelidze (AS Montauban), Luri Natriashvili (Farul Constanza), Davit Zirakashvili (AS Montferrand), Ilia Zedginidze (RC Aix-en-Provence), Kakhaber Uchava (Farul Constanza), Giorgi Chkhaidze (Racing-M. Paris), Rati Urushadza (RC Enisey), Mamuka Gorgodze (RC Montpellier), Irakli Abuseridze (RC Orléans), Lasha Malaguradze (AS Béziers), Irakli Chkhikvadze (Aia Georgia), Irakli Giorgadze (US Dax), David Kacharava (RC Enisey), Irakli Machkhaneli (US Agen), Merab Kvirikashvili (RC Massy) – Ersatz: Akvsenti Giorgadze (Castre Olymp.), Davit Khinohtgashvili (CS Brive), Dimitri Basilaia (RC Morlaes), Grygol Labadze (RC Toulon), Bidzina Samkharadze (Farul Constanza), Tedore Zibzibadze (US Périgueux), Otar Barkalaia (Andorra 15)



      Punkte: 5:0 Versuch Brierley (14.), 5:5 Versuch Chkhikvadze (20.), 5:10 Versuch Zirakashvili (31.), 5:15 Versuch Machkhaneli, 5:17 Erhöhung Kvirikashvili (56.), 5:22 Versuch Gorgodze, 5:24 Erhöhung Kvirikashvili (62.), 5:29 Versuch Gorgodze, 5:31 Erhöhung Kvirikashvili (72.), 5:36 Versuch Kacharava, 5:38 Erhöhung Kvirikashvili (80.) – Zehn-Minuten-Strafe: Kasten (28./Deutschland) – Schiedsrichter: Graham Knox (Schottland) – Zuschauer: 3000

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