| Würzburger RK vs. RFC Augsburg
Gibt ein Spielstand im Rugby immer wieder welches Team besser war? Diese Frage stellte sich manch verdutzter Zuschauer zwischen zeitlich beim heutigen aufeinandertreffen der Würzburger und Augsburger Rugger.
Trotz des strömenden Regens hatten sich wieder zahlreiche Rugby-Interessierte in der Feggrube versammelt um einer Mannschaft zu zuschauen, welche Verletzungsbedingt auf einige Spieler verzichten musste. Nach einigem hin und her konnten die Würzburger die ersten Punkte der Partie markieren, durch den Innendreiviertel Jörg „Jölle“ Löw. Die folgende Erhöhung glückte leider nicht. Jedoch boten die Legionäre einen harten Kampf und durch einen ebenfalls nicht erhöhten Versuch ihrerseits gingen beide Mannschaften punktgleich (5:5) in die Pause.
Beide Teams kamen höchst konzentriert aus der Pause. In der Defensive wurde sich nichts geschenkt. Jedoch führten Undiszipliniertheiten des WRK zu vielen Strafstößen. So spielten die bayrischen Schwaben gegen die tapferen Löwen klüger und kickten diese in der Würzburger Hälfte konsequent auf die Stangen, was früh zu einem Rückstand der Unterfranken führte. Würzburg versuchte weiter nach vorne zu spielen und setzte alles daran, ein weiteres Mal in das gegnerische Malfeld zu gelangen. Als Augsburg nun wieder erfolgreich mit einem Strafstoß auf die Stangen ging, wurde der angestrebte Versuch immer wichtiger und die Bemühungen der Gastgeber konzentrierten sich immer mehr auf die Offensive. Einige Male kämpften die Lions sich mit beherztem Einsatz bis kurz vor das gegnerische Malfeld und konnten dort nur in allerletzter Instanz aufgehalten werden. Leider wurde Würzburg hierfür nicht belohnt und nach dem dritten Erfolgreichen Strafstoß der Legionäre stand es nun 5:14, was auch der Endstand war.
Obwohl es dieses mal leider nicht zum Sieg reichte können die Mannen aus Unterfranken nächste Woche mit erhobenem Haupt in das Duell mit dem Münchener RFC gehen. Wieder ist eine Verbesserung zum vorherigen Spiel zu erkennen und somit kann die Truppe der Trainer Ben Ancel und Brian Miller die schwache Hinrunde langsam vergessen machen. Dieses Mal stand ein konzentrierter und kluger Gegner einem Sieg im Weg, doch Rugby in Unterfranken muss sich nicht mehr verstecken. Als Fazit bleibt also zu sagen, dass im Rugby meistens die bessere Mannschaft gewinnt, aber die Tabelle über Kampfgeist und Potenzial wenig aussagen kann. Die Saison bleibt weiter spannend für die Lions. |