| Mit einer erneuten Niederlage zum Jahresabschluss verfehlten die Hennigsdorfer Rugger klar das Ziel einen Sieg einzufahren. Mit 38:19 ging der Sieg im Oberhavelderby an den Veltener RC.
Der Sieg der Gäste war nicht unverdient, da die Verteidigungsarbeit der Ofenstädter über das gesamte Spiel einfach konsequenter war. So hatten die Blues bereits nach kurzer Zeit einen Rückstand aufzuholen. Wie bereits in den letzten Spielen war mehr das mangelnde Tackleverhalten in der Verteidigung der Stählernen, als die spielerische Eleganz des Gegners Ursache für die schnelle 12:0 Führung der Gäste aus Velten.
Das die Moral im Stahl-Team allerdings stimmt zeigten die nächsten 20 Minuten als die Blues anfingen die Initiative im Spiel zu übernehmen. So wurden die Veltener kontinuierlich unter Druck gesetzt und dadurch gute Chancen erarbeitet. Allein auf der Punktetafel wirkte sich diese Drangphase der Gastgeber zu wenig aus. Leichte Handlingfehler ohne Einwirkung des Gegners in Halbzeit Eins machten mehrere Möglichkeiten der Blues sich auf dem Scoreboard bemerkbar zu machen zunichte. Der große Aufwand wurde lediglich mit zwei Versuchen durch Jens Thiele, welce Heiko Schröder erhöhen konnte, belohnt. So führte Hennigsdorf kurz vor dem Pausentee zwischenzeitlich mit 14:12.
Die Veltener schlugen jedoch noch vor der Pause zurück und holten sich die Führung mit Versuch und Erhöhung zurück. Mit 14 : 19 ging für die Blues in die Pause.
Der Beginn der zweiten Halbzeit wurde dann zum Spiegelbild der Ersten. Velten konnte kurz nach Wiederanpfiff nochmals sieben Punkte verbuchen und baute die Führung auf 26:14 aus, verlor dann jedoch das Zepter wieder an die motiviert kämpfenden Hennigsdorfer. Die Blauen erhöhten wieder den Druck auf die VRC-Verteidigung, doch konnten diesmal keine Punkte für die Gastgeber verbucht werden. Im Gegenteil Velten konnte noch zweimal im Hennigsdorfer Malfeld einlaufen und schraubte das Ergebnis auf 38 :14 hinauf.
Zwar konnte Hennigdorf kurz vor Schluss noch mit einem wunderschön herausgespielten Versuch etwas Ergebniskosmetik betreiben, musste sich aber im siebenten Spiel der sechsten Niederlage ergeben.
"Wir haben heut in den Standardsituationen viele Bälle vom Gegner gewinnen können, haben aber in den Kontaktsituationen wieder zu viele Bälle hergegeben. Wir werden in der Winterpause das Training dahingehend ausrichten um im Frühjahr diese Schwächen noch mehr auszumerzen," stellt Trainer Bartsch fest, "wenn wir es erreichen diese Bälle zu behaupten erhöhen wir den Druck auf den Gegner und verlassen das Spielfeld als Sieger."
Hennigsdorfs "Man of the Match" und damit die pinke Plüschkuh ging an Paul Zyparth. Paul gelang es mehrere schöne Angriffe über die besser agierende Hintermannschaft einzuleiten und damit nutzte der junge Verbinder Angriffsbälle um Druck auf die Veltener aufzubauen. |