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Fünf Wochen nach dem letzten Spiel gegen den BSC trafen die Herren des Rugby Club Leipzig am Samstag dem 22.10.2011 auf den SV Stahl Hennigsdorf. Nach einer abgesagten und einer verlegten Partie konnten die Leipziger endlich wieder ihre Spielstärke zeigen und gewannen auf heimischem Platz mit 15:00 (15:00).
Beide Mannschaften starteten mit viel Engagement in die Partie. Nach einer ausgeglichenen Startphase mit Chancen für beide Mannschaften konnten die Messestädter mit einem Versuch durch Benno Förtsch mit 5:0 in Führung gehen. Ein Straftritt durch Sven Spangenberg baute die Führung auf 8:0 aus. Direkt nach dem Wiederantritt nach dem Straftritt fing Lars Wochatz den zu kurzen Ankick und lief direkt durch die verblüfften Stürmer der Hennigsdorfer hindurch zum zweiten Versuch der Partie ein. Die Erhöhung war für Sven Spangenberg nur noch Formsache und es ging mit einer komfortablen Führung von 15:0 in die Halbzeitpause.
In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel zusehends unsauberer, zu den vielen Handling- Fehlern kamen immer wieder unsaubere Aktionen, die den Spielfluss zerstörten. Die beruhigenden Worte beider Kapitäne halfen nicht sonderlich viel und so endete die Partie nach einer völlig zerfahrenen zweiten Halbzeit mit dem selben Punktestand wie zur Halbzeit, 15:00. Das einzig Positive an der zweiten Hälfte war aus Sicht der Leipziger, dass die Gäste trotz einiger guter Chancen erfolgreich an einem Versuch gehindert werden konnten.
Trainer Falk Müller, der nach seiner Neuseeland- WM- Tour zum ersten mal wieder an der Seitenlinie stand sieht nach wie vor noch viel Verbesserungsbedarf: “Es gingen viel zu viele Bälle durch Handling- Fehler verloren. Wir haben uns ausserdem durch zu viele unnötige Kicks das Spiel selbst schwer gemacht.” Dennoch sieht er eine langfristige Steigerung seiner Mannschaft “Vor einem Jahr hätten wir so ein Spiel am Ende noch verloren.”
Dass sie es besser können, müssen die Leipziger nun in ihrem letzten Spiel der Hinrunde beweisen. Am Sonntag dem 6.11. wird um 14 Uhr das Spiel gegen die zweite Mannschaft der Rugby Union Hohen Neuendorf nachgeholt. Wir laden wie immer alle Gäste und Zuschauer zu dem Spiel auf unseren Platz ein.
SVS:
Nach der herben Niederlage gegen die Berlin Grizzlys ging es 22.Oktober nach Leipzig zum derzeitigen Tabellenführer der Qualifikationsgruppe B in der Regionalliga Nordost. Mit der Maximalausbeute von 15 Punkten aus drei Spielen waren die Leipziger damit haushoher Favorit gegen das bisher angriffsschwächste Team der Liga. Aber jedes Spiel muss erst mal gespielt werden sagt eine alte Sportlerweisheit und so gaben die Blues unbeeindruckt von der Tabellenlage zu Beginn des Spiels erst einmal den Ton an und verlegten das Spiel in die Leipziger Hälfte. Die 15-minütige Druckphase welche von beiden Mannschaftsteilen gut gespielt wurde endete allerdings ohne Punkte für die Hennigsdorfer.
Nach 15 Minuten verließen die Leipziger zum ersten mal Ihre eigene Hälfte um Ihre gnadenlose Effizienz an diesem Tage zu zeigen. Denn in der 17.Min lag der Ball zur 5:0 Führung für den Tabellenführer im Hennigsdorfer Malfeld. Die Führung gab den Sachsen ordentlich Rückenwind so versuchte der Gastgeber das Heft jetzt selbst in die Hand zu nehmen. Dies scheiterte jedoch am wesentlich verbesserten Abwehrverhalten der Stählernen. So mussten dann eine Standardsituation und eine Picknickpause der Hennigsdorfer, anders kann man den Blackout der halben Mannschaft nicht betiteln, für die 15:0 Pausenführung herhalten. Ein technischer Fehler der Hennigsdorfer brachte für die Leipziger in der 24.Minute einen Straftritt welcher für drei Punkte gut war. Der anschließende Ankick fand bis auf den Kick ohne Hennigsdorfer Beteiligung statt. Leipzig konnte den Ball rausfangen und fast ungehindert Mitte Goal einlaufen.
Die zweite Halbzeit zeigte dann einen offenen Schlagabtausch beider Mannschaften mit leichten Vorteilen für die Havelstädter. Wobei die Hennigsdorfer dann auch noch der Fitness bzw. dem Unwissen über die taktischen Möglichkeiten im Rugbyspiel des Schiedsrichters zu Opfer fielen. Ein kurzer Gasseeinwurf an der 22-Meter Linie der Leipziger wurde von Marcel Wischniowski rausgefangen und ins Leipziger Malfeld getragen und abgelegt. Nachfolgende Leipziger Spieler machten den Ball dann dicht. Der dann gemächlich eintrudelnde Schiedsrichter konnte dann den Versuch natürlich nicht mehr geben, da er nicht sehen konnte ob der Ball korrekt abgelegt wurde. Gutes Spielmanagement sollte dann doch anders aussehen. Statt 15:05 blieb es bei der 15:0 Führung der Gastgeber. Hennigsdorf konnte im weiteren Spielverlauf die Verteidigung der Sachsen nicht mehr durchbrechen und so blieb der Halbzeitstand gleichzeitig der Endstand.
Zwei grobe Fehler bei den Blues verhinderten heute die Möglichkeit um Punkte vom Tabellenführer zu entführen. Es zeigte sich jedoch ein spielerisch wesentlich stärkeres Team als in den letzten Wochen und auch den Rückstand im Spiel konnte das Team gut wegstecken. Ein noch zwingenderes Angriffsspiel und eine Reduzierung der Verletztenliste sollten die nächsten Wochen die Zielstellungen sein um die kommenden Spiele für sich entscheiden zu können. |