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ENC Division 1B 2010-2012
Spielbericht - 1. Spieltag

Samstag, 27. November 2010 - 14:30 Uhr
Niederlande Deutschland

Niederlande

Deutschland


10


29


Startaufstellung
Ein- / Auswechslungen
41' ausgewechselt van Laijen, Roy (Dritte Reihe )
eingewechselt Altink, Tom (Dritte Reihe )
61' ausgewechselt Boske, Jay-Jay (Gedrängehalb)
eingewechselt Fluiter, Jeroen (Gedrängehalb)
64' ausgewechselt Altink, Tom (Dritte Reihe )
eingewechselt Buseman, Koen (Prop)
76' ausgewechselt Lingsma, Fredde (Verbinder)
eingewechselt van de Ruit, Floris (Verbinder)
ausgewechselt de Rouw, Boudewijn (Dritte Reihe )
eingewechselt Kieft, Floris (Dritte Reihe )
ausgewechselt Buburuzan, Costin (Hakler)
eingewechselt Jansen, Duncan (Hakler)
80' ausgewechselt van de Broek, Richard (Innendreiviertel)
eingewechselt Hoondert, Arko (Innendreiviertel)
31' ausgewechselt Pagnon, Gilles (Innendreiviertel)
eingewechselt Liebig, Steffen (Außendreiviertel)
39' ausgewechselt Schliwa, Patrick (Prop)
eingewechselt Kanning, Nico (Prop)
74' ausgewechselt Kanning, Nico (Prop)
eingewechselt Wetzel, Sven (Hakler)
77' ausgewechselt Brenner, Kehoma (Hakler)
eingewechselt Hug, Alexander (Dritte Reihe )

Ereignisse

  • VersucheVersuche
  • StraftritteStraftritte
  • ErhoehungenErhoehungen
  • Gelbe KartenGelbe Karten
  • Benjamin Blom 9'
  • Bas Cornelisse 16'
  • Alexander Widiker 7'
  • Steffen Liebig 37'
  • James "Jimmy" Keinhorst 81'
    • Fabian Heimpel 16'
    • Fabian Heimpel 34'
    • Fabian Heimpel 45'
    • Fabian Heimpel 75'
      • Fabian Heimpel 37'
        • Kehoma Brenner 55'
        • Michael Poppmeier 58'

        Zusammenfassung

        DRV XV: Deutschland schlägt Niederlande nach hartem Fight in Amsterdam


        Wie schon die Woche zuvor gegen Polen war es die Deutsche Mannschaft die besser aus den Startblöcken kam. Schon nach 7 Spielminuten war es Skipper Alexander Widiker der nach tollem Kombinationsspiel ins Malfeld der Gastgeber eintauchen konnte, die fällige Erhöhung durch den jungen Verbinder Fabian Heimpel misslang.

        Die Antwort des Oranje-Teams ließ nicht lange auf sich warten, in Spielminute 11 gelang Hollands Innendreiviertel Benjamin Blom ein spektakulärer Konterversuch, diesem war ein 50m-Solo vorausgegangen, bei welchem die Deutschen Verteidiger nicht besonders gut aussahen, doch auch der holländische Kicker fand bei seinem ersten Anlauf nicht das Ziel zwischen den beiden Goalstangen.

        Besser machte es Deutschlands Kickspezialist in Spielminute 16., der Deutsche Spielmacher verwandelte einen Strafkick aus 10m Entfernung ohne Probleme und brachte die Deutsche Fünfzehn abermals in Führung.

        Doch auch diesmal wehrte die Freude nur kurz, in der 18. Spielminute war es erneut ein Konter welcher den Niederländern einen Versuch bescherte. Außendreiviertel Bas Cornelisse hatte die Unordnung in der Deutschen Defensive genutzt und lief unter tosendem Applaus der holländischen Anhänger, die trotz der eisigen Temperaturen von 0 Grad Celsius zahlreich den Weg ins Nationale Rugby gefunden hatten, in der Deutschen Endzone ein. Die Erhöhung Platzherren verfehlte abermals ihr Ziel.

        In der Folge waren die Deutschen trotz Rückstand die spielbestimmende Mannschaft, doch es dauerte bis zur 37. Spielminute bevor der kurz zuvor eingewechselte Außendreiviertel Steffen Liebig Deutschland mit einem Versuch erneut in Führung bringen konnte, diesmal hatte Heimpel keine Probleme mit der Erhöhung, weshalb die Deutsche Fünfzehn mit 8 Punkten Vorsprung in die Halbzeitpause ging.

        Auch in der zweiten Halbzeit ist die Deutsche Mannschaft weiterhin die spielbestimmende Mannschaft, doch zwei Gelbe Karten gegen Flanker Kehoma Brenner (55.) und  Rückkehrer Jens Schmidt (58.), der im zweiten Spiel nach seinem Comeback schon den zweiten gelben Karton sah, ließen bei den angriffslustigen Niederländern noch einmal Hoffnung aufkeimen. Deutschland gelang es aber durch großen Einsatz die langen Minuten in Unterzahl ohne Gegenpunkte zu überstehen und schon kurz nach der Rückkehr von Brenner und Schmidt auf den Rasen war es abermals Heimpels Fuß (76.) der die Deutsche Führung per Straftritt auf komfortable 14 Punkte ausbauen konnte.

        Die DRV XV drängt in den letzten Spielminuten auf den wichtigen Bonuspunkt für 4 gelegte Versuche, nach einem schöne Druchbruch der Ländermannschaft, hat Schlusspieler James Keinhorst als letzter die Finger am Ball und kann in der 81. Spielminute zum 10:29 Endstand ablegen. Zwar kommen die Deutschen in der 84. Spielminute noch einmal in die holländische Endzone, doch Schiedsrichter Marrama (Italien) möchte vorher einen Regelverstoß der Schwarz-rot-Goldenen gesehen haben und verweigert der Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes den angestrebten 4. Versuch.

        Unschöne Szenen dann am Schluss der Partie, beide Teams geraten immer wieder heftig aneinander und scheuen sich nicht die Fäuste fliegen zu lassen, weshalb sich Marrama in der 85. Spielminute dazu durchringt die Partie endgültig abzupfeifen.

        Das Deutsche Team zeigte sich gut erholt von der unerwarteten Auftaktniederlage gegen Polen und hätte mit etwas mehr Disziplin gegen die engriffslustigen Platzherren mit Sicherheit auch noch den Bonuspunkt einfahren können. Dennoch macht diese Leistung Mut für das Weltranglistenspiel gegen Hongkong (11. Dezember in Heidelberg) sowie die kommenden Spiele in der Division 1B.


        Deutschland gewinnt EM-Spiel in Amsterdam



        Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft hat im zweiten Spiel nach dem Abstieg aus der europäischen Spitzenklasse den ersten Sieg eingefahren. Eine Woche nach der 17:22-Auftaktniederlage gegen Polen gewann das Team des Trainerduos Torsten Schippe (Hannover) und Kobus Potgieter (Heidelberg) im Amsterdam verdient mit 29:10 (10:18) gegen die Niederlande und verbesserte sich damit in der Tabelle der aus sechs Mannschaften bestehenden EM-Division 1b auf den zweiten Platz.

        „Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis. Der Sieg sollte uns Auftrieb geben für das Weltranglistenspiel in zwei Wochen gegen Hongkong“, sagte Claus-Peter Bach, der Präsident des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV), mit Blick auf die Partie am 11. Dezember im Fritz-Grunebaum-Sportpark zu Heidelberg.

        Das deutsche Trainerduo hatte die Startformation im Vergleich zum Polen-Spiel auf fünf Positionen verändert, musste aber erneut auf den erfahrenen Pieter Jordaan (Heidelberger RK) verzichten, der aufgrund einer  Oberschenkelverletzung kurzfristig ausfiel. Aber auch ohne den Vizekapitän legte die DRV-Auswahl gut los und ging nach sieben Minuten durch einen Versuch von Spielführer Alexander Widiker (Heidelberger RK) mit 5:0 in Führung. Die Niederländer glichen jedoch nur vier Minuten später aus, als Benjamin Blom einen Sololauf über 50 Meter abschloss. Nun ging es munter hin und her: Fabian Heimpel (RG Heidelberg) brachte Deutschland mit einem verwandelten Straftritt erneut in Führung, doch abermals ließ die Antwort der Gastgeber nicht lange auf sich warten, die nach einem weiteren Versuch ihrerseits wieder die Nase vorne hatten. Danach punktete aber nur noch das deutsche Team: Heimpel mit einem weiteren Straftritt sowie Steffen Liebig (Heidelberger RK) mit einem Versuch, den Heimpel erhöhte, bescherten der DRV-Auswahl eine 18:10-Pausenführung. „Wir dominieren das Spiel. Wenn wir so weitermachen, können wir die Partie eigentlich gar nicht verlieren“, sagte DRV-Vizepräsident Hans-Joachim Wallenwein (Dossenheim) in der Pause. Und er sollte Recht behalten.

        In der zweiten Hälfte waren gerade mal fünf Minuten gespielt, als Heimpel erneut per Straftritt traf - 21:10. Das deutsche Team kassierte in der Folgezeit zwar gleich zwei Zeitstrafen und musste daher sogar sieben Minuten in doppelter Unterzahl spielen. Aber auch diese Phase überstand die DRV-Auswahl schadlos. In der 76. Minute war dann erneut Heimpel mit einem Straftritt erfolgreich. Am Ende brachte es der junge deutsche Spielmacher auf 14 Zähler und avancierte damit zum Topscorer der Partie. Den Endstand markierte James Keinhorst (Otley RUFC/England), der nach einem schönen Durchbruch von Steffen Liebig (Heidelberger RK) den dritten Versuch für Deutschland legte.


        Christian Düncher


         









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