 Otumaka Mausia lief bereits für Auckland und Tongas Nationalmannschaft auf - nun will er die Bundesliga aufmischen.
Auch in Zeiten von Corona gilt: In der Sommerpause wird von den 16 Bundesliga-Teams wieder fleißig an am jeweiligen Kader für die kommende Saison gearbeitet. Die Unsicherheit durch die globale Pandemie hat den einen oder anderen Verein ein wenig vorsichtiger agieren lassen, aber jetzt, wo der Bundesliga-Start im September immer realistischer erscheint, wagen sich einige Klubs aus der Deckung. Das Transferkarussel kommt so langsam in Schwung…
Update 14. August: Frankfurt mit zwei Blockbuster-Transfers
Eine Weile lang war es ruhig auf dem Transfermarkt und auch von Meister SC Frankfurt 1880 hörste man zunächst wenig. Doch nun unterstreicht der noch immer amtierende Titelträger mit zwei weiteren Top-Transfers seine Ansprüche auf den Titel. Gleich zwei Profis aus Rugby-Hochburgen werden den Kader der Rot-Schwarzen verstärken. Wie die Spieleragentur Elite Player Management bereits bestätigt hat, werden Otumaka Mausia und Tom Bullough die Dreiviertelreihe des noch immer amtierenden Meisters verstärken.
Der auf der Schluss-Position beheimatete Mausia ist ein in Auckland aufgewachsener tongaisch-stämmiger Neuseeländer und durfte bereits in Neuseelands Rugby-Tempel Eden Park mit All-Blacks-Stars wie Malakai Fekitoa, Stephan Luatua, Ofa Tu’ungafasi und George Moala auflaufen. Der heute 23-jährige hatte 2017 im Mitre-10-Cup sein Debüt für Auckland gegeben.
Mausiau im Einsatz für Auckland im Eden Park
Sein Speed und seine Agilität dürften ihn in der Rugby-Bundesliga für Frankfurt zu einer absoluten Waffe machen. Allerdings ist Mausia auch defensiv alles andere als ein Amateur und weiß einen harten Hit zu platzieren. Das ist auch den Coaches der tongaischen Nationalmannschaft nicht entgangen, die dem Fullback letztes Jahr sein Debüt für die Seeadler genannte Auswahl Tongas ermöglichten.
Gegen Samoa spielte er im strömenden Regen von Apia eine Halbzeit lang als Außendreiviertel, sollte es wenige Wochen später aber nicht in den endgültigen Kader Tongas für die Rugby-WM schaffen. An die Gegebenheiten in Europa muss sich Mausia nicht erst gewöhnen - 2018 spielte er eine Saison lang für den Lissabonner Top-Klub CDUL in der portugiesischen Meisterschaft.
In den letzten Wochen hielt sich Mausia bei seinem Heimatklub College Rifles in der Aucklander Meisterschaft fit. Genau bei jenem Spitzenklub, bei dem Nora Baltruweit ihre neuseeländische Rugby-Karriere begonnen hatte.
Frankfurts zweiter Top-Transfer Tom Bullough ist auf der Innen-Position zuhause. Der in London geborene Engländer hat die Akademie von Yorkshire Carnegie in Leeds durchlaufen und hat im Anschluss Erfahrungen in der englischen Championship sammeln dürfen. Sein zweiter Klub waren die Rotherham Titans, für die auch Antony Dickinson schon aufgelaufen ist.
Auch Bullough ist erst 23 Jahre alt. Aus der englischen zweiten Liga kommend, dürfte auch er in der Bundesliga Eindruck hinterlassen. Die Fans an Frankfurter der Feldgerichtsstraße dürfen sich in jedem Fall auf eine spielstarke Mannschaft in Rot und Schwarz in der kommenden Saison freuen.
Dort könnte Bullough wohl auch auf Kehoma Brenner treffen. Der 34-jährige Ex-Kapitän hatte vor zwei Jahren als deutscher Meister die Rugbystiefel an den Nagel gehängt - nun aber der Rücktritt vom Rücktritt (warum sich Keo fürs Comeback entschieden hat und was er mit dem HRK erreichen will, lest ihr in unserem TR-Interview).
Für den Klub, der in den letzten beiden Jahren zahlreiche Abgänge verkraften musste, ein wichtiges Signal. Mit seiner Erfahrung dürfte Kehoma Brenner eine wichtige Stütze im Sturm sein und vielleicht auch abwanderwungswillige Klub-Stars wie Pierre Mathurin und Niklas Hohl von einem Verbleib überzeugen.
Back in Blue: Kehoma Brenner wird kommende Saison wieder für den HRK auflaufen
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