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1. Bundesliga 2010/2011
| Spielbericht - 18. Spieltag |
| Samstag, 07. Mai 2011 - 14:30 Uhr |
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RK 03 Berlin |
RG Heidelberg |
0
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50
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| Schiedsrichter:
Christian Doering |
| Startaufstellung |
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| Ein- / Auswechslungen |
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| Zusammenfassung |
Stellungnahme des RK 03 Berlin zur Spielabsage
Zunächst einmal entschuldigt sich der Rugby Klub 03 Berlin bei allen Rugbyfans, Zuschauern, Spielern und Offiziellen für die Unannehmlichkeiten, die im Rahmen des angesetzten Bundesligaspiels am 07. Mai 2011 im Stadion Buschallee zwischen dem RK03 Berlin und der RG Heidelberg entstanden sind.
Der RK03 Berlin hat in den Jahren 2009/2010 seine Rugbyanlage mit viel Aufwand und einem großen Anteil Eigenleistung umgebaut (es wurde im vergangenen Jahr ausführlich darüber berichtet). Zum Abschluss der Arbeiten stellte sich immer wieder der Rasen als größte Sorge heraus. Bereits im Sommer 2010 gab es viele Versuche, den spärlich sprießenden Rasen neu anzusäen, um endlich einen den Vorstellungen eines Sportrasens entsprechenden Belag zu erhalten. Leider konnten dabei nur mäßige Erfolge verbucht werden. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde festgestellt, dass der durch die zuständige Rasenbaufirma gelieferte Untergrund nicht den allgemeinen Vorstellungen entspricht. Ein geregelter Spiel- und Trainingsbetrieb konnte während des gesamten Herbstes dennoch problemlos stattfinden. Der früh einsetzende und lange Winter ist ein weiterer negativer Aspekt für den schlechten Zustand des Untergrunds und den Mangel an Begrünung.
Mit Ende des Winters hat der RK03 Berlin zur Überprüfung der ausgeführten Arbeiten der Rasenbaufirma ein offizielles Bodengutachten erstellen lassen. Das Ergebnis zeigte eindeutig, dass der Boden nach DIN für die Erstellung eines Sportplatzes (auch für den Rugbysport) gebaut wurde und es keinerlei offizielle Beanstandungen geben dürfte. Die spärliche Rasenschicht ließ jedoch anderes vermuten und so entschied sich der RK03 Berlin, direkt mit Abschluss an die Saison (Anfang Mai) die Rasentragschicht erneuern zu lassen und einen komplett neuen Rasen säen zu lassen, mit anschließender Nachpflege durch eine Garten- und Landschaftsbaufirma. Während der Rückrunde im März, April und Mai gab es immer wieder gemeinsame Arbeitseinsätze der RK03-Mitglieder, um einen möglichst guten und sicheren Platzzustand herzustellen. Dabei wurden kleinere Steine und selten auch kleine Scherben aus dem Boden gesammelt. Ebenfalls fand ausschließlich Spielbetrieb, und kein Trainingsbetrieb, auf dem Platz statt, um möglichst schonend damit umzugehen.
Bis zum Spiel des RK03 Berlin gegen den Heidelberger RK am 23. April gab es keinerlei Beanstandungen von Seiten irgendeiner Mannschaft, deren Betreuern oder den Zuschauern. Auch der Heidelberger RK hat am Spieltag keinerlei Beanstandungen geäußert. Schiedsrichter Forstmeyer vermerkte lediglich im Anschluss an das Spiel im Spielprotokoll, dass der Zustand des Platzes bedenklich sei. Wäre der Platz jedoch so bedenklich gewesen, hätte das Spiel an diesem Tag ebenso wenig angepfiffen werden dürfen, wie am letzten Samstag. Der Vermerk im Spielprotokoll hatte von Seiten des Deutschen Rugby Verbandes oder der Bundesligaspielleitung zu keinerlei Konsequenzen oder Nachfragen geführt, sodass der RK03 zwar damit begann, in einer erneuten Aktion den Platz zu „reinigen“, sich aber nicht um einen Ausweichplatz für das letzte Heimspiel bemühte.
Dass die Verletzung des Spielers Daniel Armitage von einer Glasscherbe verursacht wurde, ist keinesfalls bewiesen und wurde am entsprechenden Spieltag auch in keinster Weise so vom HRK geäußert. Ebenso könnte es sich auch um eine durch einen Stollen im offenen Gedränge zugezogene Schnittwunde handeln. Für eine Verletzung durch eine Glasscherbe gibt es keinerlei Beweise, genauso wenig wie für eine Verletzung durch einen Stollen. Auch ein Spieler des RK03 hat sich in der vergangenen Saison eine ähnlich große Schnittwunde unter dem Knie auf dem Platz des TSV Handschuhsheim zugezogen, wo danach niemand die Herkunft der Wunde hinterfragte. Dennoch wünscht der RK03 Berlin Daniel Armitage gute Besserung und eine möglichst baldige Genesung.
Als sich am letzten Samstag die Mannschaft des RK03 etwa eine Stunde vor Spielbeginn auf dem Platz befand, und Schiedsrichter Doering eine erste Begehung vornahm, äußerte er keinerlei Bedenken ob der Durchführung des Spiels. Erst als sich dann etwa eine halbe Stunde vor Spielbeginn die Spieler und vor allem die Betreuer der RG Heidelberg auf dem Platz befanden und gemeinsam mit Doering nach Fremdkörpern suchten, wurden Bedenken geäußert. Dabei kann keinesfalls von einem mit Scherben und Steinen übersäten Platz die Rede sein. Spieler, welche an einem Austausch an der Sharks Academy in Südafrika teilnahmen, äußerten Unverständnis über die allseits geäußerten Probleme mit dem Platz. Bei einem der renommiertesten Rugbyvereine der Welt, den Sharks, wäre dieser Platz einer der besten zur Verfügung stehenden Plätze gewesen. Dass Christian Doering dennoch nicht die Verantwortung für etwaige Verletzungen übernehmen wollte, ist vollkommen gerechtfertigt. Alle weiteren Lösungsversuche wurden nach Telefonaten der Offiziellen mit der Bundesligaspielleitung und dem DRV-Präsidium für nicht realisierbar erklärt. Auch eine gemeinsame kurzfristige Reinigungsaktion aller anwesenden Spieler und Zuschauer, sodass Doering sich erneut entscheiden konnte, ob er das Spiel anpfeift oder nicht, wurde von der RGH vehement abgelehnt. Letztlich blieb Doering nichts anderes als die Spielabsage übrig.
Der RK03 möchte hier noch einmal betonen, dass alles dafür getan wurde, dieses Spiel durchführen zu können, sowohl im Vorfeld, als auch am Spieltag selbst. Im Zuge der Sportpolitik geriet am letzten Wochenende der sportliche Aspekt vollkommen in den Hintergrund. Es bleibt zu hoffen, dass sowohl im Abstiegskampf, als auch im Kampf um die Playoff-Plätze keinerlei Entscheidungen dadurch beeinflusst werden.
Lutz Joachim (Pressewart) für den Vorstand des Rugby Klub 03 Berlin |
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