Christoph Kuppinger
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Das Wohnzimmer... ... ist definitiv zu klein, um den gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden. Wenn Rugby in Köln mehr als 6000 Zuschauer anlocken kann, dann sollte das in der Rugbyhochburg auch möglich sein, ohne dass man dafür nach Ffm ausweichen muss. Um die Massen anzuziehen, bedarf es allerdings eines Stadions, das den Namen auch verdient. Mein Vorschlag wäre das Hardtwaldstadion in Sandhausen, das 15000 Zuschauern Platz bietet. Alleine schon die Austragung in einem solchen Stadion hätte möglicherweise die benötigte Signalwirkung |
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Zentraler Austragungsort Ich habe das Spiel gegen Spanien auf den Stehplätzen ggü. der Hauptribüne verfolgt. Zwei Aspekte sind mir aufgefallen: 1) Ich war umgeben von Menschen, die zum ersten Mal überhaupt ein Rugbyspiel besucht haben. Nachdem die Umstehenden mitbekommen hatten, dass ich die Regeln kenne, habe ich mehr erklärt als das Spiel geschaut - das habe ich natürlich gerne gemacht. Offensichtlich ist es den Kölner Veranstaltern gelungen sehr viel Interesse bei Menschen zu generieren, die bisher mit Rugby nichts oder nur wenig zu tun hatten. Das war schon mal ein super Job. 2) Die Zuschauer kamen aus allen Bereichen Deutschlands. So standen in meiner Nähe sowohl Hamburger als auch Pfälzer und Saarbrücker. Offensichtlich scheint sich die zentrale Lage von Köln günstig ausgewirkt zu haben. Es ist ja gleichermaßen gut von Nord- und Süddeutschland aus zu erreichen. Gleiches würde natürlich auch für Frankfurt gelten. Darüber hinaus hat ja NRW mit seiner sehr hohen Anzahl an Vereinen ein durchaus großes Zuschauerpotential für Länderspiele. Vielleicht besteht ja die Möglichkeit über die Online-Ticket-Verkäufe zu ermitteln wie sich die regionale Besucherstruktur zusammen setzt, um dann daraus Schlüsse für den Austragungsort kommender Länderspiele zu ziehen. Unter dem Strich ein großes Kompliment an die Kölner Veranstalter für eine aus meiner Sicht sehr tolle Organisation. |
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... Man sollte die Topspieler der deutschen Bundesliga auf mehrere Auswahlteams verteilen und daraus einen attraktiven Elite Wettbewerb kreieren. Dazu stylische Trikots, wohlklingende Teamnamen und Stadien mit mindestens 5K Kapazität. So in der Art, wie es die USA gerade vormacht. Das würde sicherlich Medien, Sponsoren und vor allem auch Zuschauer anlocken. Man könnte ja ganz klein, mit 3-4 Teams anfangen. Das wurde aber alles schon öfter vorgeschlagen. Ich habe leider im Moment keine Hoffnung, dass so etwas in Deutschland umgesetzt werden kann. Es ist natürlich auch nicht leicht zu organisieren und finanzieren, aber ich denke, wenn der Wille da wäre, würde man mit Sicherheit einen Weg finden. |
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sorry aber im deutschen Rugby gibt es so viele Baustellen da wirken die genannten Punkte bemüht aber letztendlich Putzig, mediale Aufmerksamkeit? Dazu bedarf es sportlichen Erfolg und Spannung beides ist nicht gegeben, den gerade-eben-so Klassenerhalt in der europäischen B-Meisterschaft werte ich nicht als sportlichen Erfolg.Spannung in der ersten Liga ist ebenso Fehlanzeige. WRA Spieler auf andere Clubs verteilen, in Deutschland mag man eine traditionsreiche , organisch gewachsene Vereinskultur ,die genügend Identifikationsfläche für die Fans bietet, das vorgeschlagene Söldnertum wäre das komplette Gegenteil davon und somit zum Scheitern verurteilt. Gerade war zu lesen , dass laut DOSB die Mitgliederzahlen im deutschen Rugby in 2015 gesunken sind was sagt uns das? Richtig, Rugby braucht mehr Spieler in der Breite oder noch genauer es braucht mehr Kinder und Jugendspieler, aber gerade in diesem so wichtigen Bereich tut sich genau nichts. Ich beobachte den Spielbetrieb im U8 -U12 Bereich in meinem Landesverband seit mittlerweile 5 Jahren. Mein Fazit bis dahin ein Trauerspiel. |
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... International wird der sportliche Aufwärtstrend und die damit verbundenen Erfolge der kleinen Schritte (den Klassenerhalt in der im ENC 1A als erstes Team nach 35 Jahren geschafft zu haben, kann durchaus als Erfolg gesehen werden) wohlwollend aufgenommen, registriert und begleitet - sowohl im 15er als auch im 7er-Rugby: Zudem verzeichnet der DRV, wie aus den Daten des DOSB ersichtlich, seit 2005 steigende Mitgliederzahlen. Der leichte Rückgang in 2015 ist damit zu erklären, dass auf dem vorgelagerten DRT eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge der Vereine beschlossen wurde, die abhängig von der Anzahl der Mitglieder in den einzelnen Vereinen ist. Daraufhin haben einige Vereine ihre Mitgliederzahlen nach unten bereinigt. Darüber hinaus kratzt der DRV aktuell die 14.000er-Marke. Noch stehen ein paar Zahlen aus - die 14.000er-Marke könnte daher womöglich sogar geknackt werden. (maha) |
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... Sowohl an der Leistungsspitze, als auch unten bei den Nachwuchsspielern muss angesetzt werden. Ich denke, dass sich um manche Aufgaben der DRV intensiv kümmern muss und andere vor allem bei den Landesverbänden liegen. Auch jeder einzelne Verein sollte Verantwortung übernehmen, damit Rugby sich weiterentwickeln kann. Am weitesten werden wir kommen, wenn wir nicht nur in festen Strukturen denken und vereins- bzw. verbandsübergreifend Projekte angehen und uns nicht selbst im Wege stehen. Es ist einfach mit wenigen Mitteln Kinder, Eltern und Lehrer mit Rugby zu begeistern. Vor allem "Get into Rugby" ist hier ein gutes Hilfsmittel. Es bietet sich doch an mit mehreren Kooperationspartnern hier gezielt Aktionen zu organisieren, zu finanzieren und nachhaltige Strukturen aufzubauen. In Regionen, wie Stadt und Kreis Offenbach, wo es 4 Rugbyvereine in unmittelbarer Nähe gibt, könnte es gut funktionieren. Dabei würden auf Dauer alle Vereine profitieren. Genauso könnten funktionierende Projekte auf andere Regionen in Hessen ausgeweitet werden. Es gibt ein Riesenpotential für Rugby in vielen Regionen in Deutschland. Es fehlen Strukturen und zum Teil wichtige Ressourcen, was wir aber gemeinsam ändern können. Es würde mich freuen, wenn viele Rugbybegeisterte und Vereine sich zusammenfinden und unabhängig von Vereinsinteressen einen Schritt weiter gehen möchten. Wir vom HSV Götzenhain wollen hierzu unseren Teil beitragen. Lasst uns gemeinsam den Ball nach vorne bringen und mit guter Unterstützung und viel Kampf am Ende im Malfeld ablegen. Die Erhöhung geht bestimmt auch noch drüber. |
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... @ Total Rugby Team: ... stimmt, die Fans des HRK stören sich nicht an den ausländischen Spielern und den Spielern aus ganz Deutschland. Ganz ketzerisch könnte man sagen: es gibt auch gar nicht mehr so viele HRK-Fans wie vor 10 Jahren! Ich erinnere mich noch an sehr gut besuchte Spiele beim Club, die sind allerdings schon eine Weile her. Es fragt sich, warum weniger Leute den HRK spielen sehen möchten. Ein sehr gut besuchtes Spiel gab es übrigens am letzten Sonntag: 450 Zuschauer sahen das bis zur letzten Minute spannende Derby SCN vs. TSV Handschuhsheim, über das hier leider nicht berichtet wurde (ist wahrscheinlich der Ländermannschaft geschuldet). Die meisten Spieler des TSV sind der eigenen Jugend entwachsen und daher schafft der TSV, obwohl er nicht um die Meisterschaft spielt, eine hohe Identifikation mit der Mannschaft und einen guten, wenn nicht sogar den größten Zuschauerschnitt in der Bundesliga. |
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... Hallo Mathias, Ich halte dem HRK nichts vor, ich beschreibe lediglich meine persönliche Wahrnehmung. In der Bundesliga spielt seit 5 Jahren nur noch der HRK um die Meisterschaft. Das ist toll für den Briefkopf des HRK! Für den Rest ist die Bundesliga unter dem Aspekt "Meisterschaft" uninteressant. Ob man dann das einzig zu erreichende realistische sportliche Ziel "Amateurmeister", "3. Platz" oder "Goldene Quatsch" nennt, ist einerlei. Gegen den HRK ist in der derzeitigen Konstellation kein Team konkurrenzfähig. Natürlich ist der sportliche Erfolg der Nationalmannschaft fast ausschließlich auf das Engagement der Wildakademie und das Zusammenziehen bzw. das Einkäufen von Spielern zurückzuführen. Das finde ich auch gut und das bringt natürlich auch neue Fans zum Rugby, wie man an den beiden sehr gut besuchten Heimspielen der Ländermannschaft gesehen. Ob dieses Konzept allerdings nachhaltig ist, wird sich erst noch zeigen. Katar ist im Moment auch Handball-Vizeweltmeister ohne eine gute funktionierende Liga, gespickt mit eingebürgerten Spielern... Der DRV muss die guten Ergebnisse und die finanziellen Möglichkeiten jetzt nutzen, um in die Breite zu gehen! Kinder- Jugend und Schulrugby ausbauen, Unirugby wieder aufleben lassen, 7er-Rugby bei neu gegründeten Vereinen fördern usw. Dann kommen wir auch in Zukunft weiter! Zum Spiel SCN gegen TSV: Das war keine Kritik, sondern ein Beispiel für gelungene Vereinsidentifikation. Aber das Bundesligaspiel mit den potenziell meisten Zuschauern neben dem Finale als so uninteressant abzutun, finde ich schon schade. |
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... An dieser Uneinigkeit wird das deutsche Rugby leider scheitern. Einige sind bereit etwas zu wagen und neue Wege zu gehen, aber leider gibt es zu Viele, die einfach in ihrem alten Trott bleiben wollen und damit jeden Fortschritt verhindern. Die Bundesliga wie sie jetzt ist, ist auf jeden Fall stinklangweilig und wird mit Sicherheit keine neuen Fans und Sponsoren begeistern können (sie kann ja nicht mal die schon vorhandenen Fans begeistern). |
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... Ja, zerfleischt euch. Uneinigkeit ist Stärke! Ohne den HRA und WRA würde Deutschland wieder mit Schweden batteln und Östereich-Ungarn wäre ein Angstgegner. |
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... @Christian: Es gibt eben Kontroverse Meinungen. Und deine Darstellung bzgl. der WRA ist auch nur eine wage Vermutung. Ich könnte im Gegenzug auch sagen, das durch die Dominanz der WRA andere mögliche Kooperationen nie entstanden sind. Die WRA und Wild haben sich viel getan, aber das deutsche Rugby sollte doch soviel Selbstbewusstsein mitbringen und in der Lage sein bestimmte Leistungen zu erbringen. |
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Danke :-) In Köln habe ich meine ersten Live-Rugbyspiele verfolgen können. Ich habe auf der Hauptribüne gesessen. Fazit: Ein toller (kalter) Tag. Was mich richtig angesprochen hat, die entspannte Atmosphäre. Beeindruckend wie über 6000 Menschen stillhalten können. Grandios die Jugendspieler beider Mannschaften, die zusammen, nach Abpfiff, ihr Spiel gefeiert haben. Selbst die Schiedsrichter durften Spalierlaufen. Nach wie vor finde ich es sowas von angenehm, das Entscheidungen des Schiedsrichtergespannes hingenommen werden, ohne doofes rumzuschreien oder lamentieren. Es wird sich so einfach mehr auf das Spiel konzentriert. Das ist man beim Fußball (Zuschauer und Spieler) echt anderes gewöhnt. Deswegen: Danke an den Veranstalter, Spieler und die anderen Zuschauer. War cool. :-) |
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Hmm.. zum Thema Regionalauwahl wie sähe die Regionalauswahl von BaWü wohl aus?Wahrscheinlich zu 99% aus Heidelberger Spielern, und die aus NRW? Wie sähe wohl das Kräftemessen zwischen den Regionalauswahlen von NRW und BaWü aus?Wahrscheinlich ähnlich spannend wie ein Spiel zwischen dem ASV und dem HRK. Im übrigen wie das so mit Vergleichen ist, sie hinken meistens, in wie vielen Mannschaftssportarten spielt Irland ganz vorne mit?Genau ,in Deutschland ist die Konkurrenz ungleich ein höher. Ein neutraler Sportfan in Deutschland hat ungleich mehr Auswahl Spitzensport zu sehen zu bekommen |
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... Naja, das problem ist ja, dass viele "heidelberger" ursprünglich gar nicht aus heidelberg kommen. Bei der aktuellen lage ist man aber nahezu gezwungen nach heidelberg zu wechseln, wenn man im deutschen rugby etwas erreichen will. Wenn es nun regionalauswahlen in verschiedenen regionen gäbe, wo man auf hohem niveau trainieren und rugby spielen könnte, dann müssten die guten spieler nicht alle ihren heimatverein verlassen und man hätte vielleicht eine ausgeglichenere rugbyliga. |
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@Yan waldner Es muss nicht unbedingt NRW vs. BaWü sein. Man könnte z.B. 3Lligen haben 1. BaWü, Niedersachsen,Berlin,Hessen 2. Hamburg,NRW,Sachsen,Bayern 3. Bremen,Pfalz,SA,RP,SH usw.... Entspricht nur 6 Spiele im Jahr zum Anfang, und die Spieler bleiben dann ihre Vereine sonst behalten. Das verringert auch die Kosten, und da Die BuLi/Pokal nur 15-18 Spieltage haben, auch an freie Wochenenden machbar. Dadurch kommt man auf 21-24 15er Spieltage im Jahr, was eigentlich weltweit üblich ist. |
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