| Wurden die Hennigsdorfer beim letzten Gastspiel im Frühjahr diesen Jahres mit 58:03 noch regelrecht überrollt, setzten sie diesmal selbst die ersten Akzente im Spiel und tauchten bereits nach vier Minuten das erste Mal im Brandenburger 22-m Raum auf. In der 15. Minute ging es dann sogar an die 5-Meter Linie der Gastgeber. Die Möglichkeit auf die ersten Punkte im Spiel wurden jedoch durch eigene technische Fehler zunichte gemacht und die Brandenburger konnten sich mit einem Straftritt befreien.
Gleiches Bild in Minute 25 auf der anderen Seite. Nach einem schönen Angriff der Brandenburger ist an der 5-Meter Linie der Blues Schluss und auch auf Seiten der Gastgeber wird durch den Übereifer die Chance zunichte gemacht. Die Blues befreiten sich mit einem Straftritt.
Die Brandenburger blieben jedoch nun am Drücker und tauchten in der 30.Minute wieder gefährlich vor dem Hennigsdorfer Malfeld auf, was zum größten Schreckmoment im Spiel führte. Der Brandenburger Jens Heinke verletzte sich so schwer, dass die erste Halbzeit durch Referee Benkenstein unterbrochen werden musste um eine ordnungsgemäße medizinische Betreuung zu sichern. Auf diesem Wege die besten Genesungswünsche von Hennigsdorfer Seite.
Nach einer knappen dreiviertel Stunde Pause wurde das Spiel wiedereröffnet und die fehlenden 10.Minuten der ersten Halbzeit wurden in der zweiten Spielhälfte nachgespielt. Auch hier kamen die ersten Aktionen von den Hennigsdorfer Youngsters. Diesmal konnten auch Punkte bejubelt werden. Julius Laetsch konnte nach einem schönen Durchbruch in der 34. Minute nur unfair gestoppt werden und verwandelte den anschließenden Straftritt aus 18 Metern selbst zum 3:0 für Hennigsdorf.
Die Blues hatten anschließend noch einige Möglichkeiten für Kicks zum Goal entschieden sich jedoch für Gassekicks um die Entscheidung per Versuch zu suchen, konnten daraus allerdings kein Kapital schlagen.
Ab der 50. Minute erhöhte Brandenburg den Druck, die gute aggressive Verteidigung der Blues konnten die Brandenburger Angriffe noch stoppen. Große Aufregung in der 63. Minute als die Brandenburger an der Außenlinie im Hennigsdorfer Malfeld eintauchten. Der Fuß des Brandenburgers berührte jedoch die Fahnenstange worauf der Seitenrichter die Fahne hob. Die Entscheidung ob der Ball zuerst abgelegt wurde oder der Spieler erst im Seitenaus war fällt in diesem Fall der Referee. Dieser entschied auf Gasse für Hennigsdorf.
Brandenburg holte den verdienten Versuch aber sofort nach. Nachdem der Ball erobert wurde konnte die Unordnung in der Hennigsdorfer Verteidigung zur 5:3 Führung genutzt werden. In der 68. Min. konnten die Brandenburger nach einem Straftritt das Ergebnis sogar auf 8:3 hochschrauben.
Doch die Oberhaveler gaben sich nicht auf und zwangen durch aggressive Verteidigung den Gegner immer wieder zu Handlingfehlern und setzten sich im Brandenburger 22-Meter Raum fest. Dafür belohnte sich die Mannschaft in der 5.Min der Nachspielzeit. Mit einem Versuch durch Carsten Brucke resultierend aus einem schönen Hintermannschaftsangriff. Zwischenstand 8:8 und die Erhöhung stand noch aus. Eisiges Schweigen im Hennigsdorfer Block und ein unsportliches Ausbuhen der Brandenburger waren die Begleiter für den jungen Julius Laetsch beim Erhöhungsversuch. Der jedoch ließ sich an diesem Tag nicht beirren und holte die zwei Punkte und damit den Sieg für die Stählernen.
Ein Sieg auf Grundlage der größeren Aggressivität der Hennigsdorfer an diesem Tag war das Resümee des Trainerdous Bartsch - Schröder nach diesem Spiel, aber auch die Tatsache, dass mit etwas mehr taktischem Gefühl das Spiel schon früher hätte entschieden werden können.
Die pinke Plüschkuh ging an den jungen Hennigsdorfer Flanker Keno Fielitz, der sich in der Partie aggressiv und aufopferungsvoll für die Mannschaft einsetzte und mit hohem Laufpensum einen maßgeblichen Anteil an der guten Verteidigung der Stählernen hatte. |