| Mit einer der jüngsten Mannschaften die Hennigsdorf in den letzten 10 Jahren in ein Ligaspiel schickte, überzeugten die Stählernen mit einer starken Leistungssteigerung in der zweiten Spielhälfte bei der nicht ganz einfachen Auswärtsaufgabe bei den Erfurter Eichen.
Ohne Leistungsträger wie Marcel Wischniowski oder Fred Trzensimiech experimentierte Trainer Bartsch mit den 17 Spielern die an diesem Wochenende zur Verfügung standen. Er stellte die mit einem Durchschnittsalter von knapp 20 Jahren jüngste Hintermannschaft in die Startformation, die Hennigsdorf zu bieten hat.
Im Spiel waren die Stählernen zunächst darauf bedacht Sicherheit zu gewinnen und die 300km lange Anreise nach Thüringen aus den Knochen zu bekommen. Die Basics standen zwar, dennoch sahen sich die Havelstädter einer schweren Sturmübermacht gegenüber und benötigten zu viele Anläufe um gefährlich vor das Mal der Hausherren zu gelangen. Zwei nicht verwandelte Straftritte in den ersten 20 Minuten waren die zwingendsten Aktionen der Blues. Mehrere Durchbrüche der jungen agilen Hintermannschaft wurden auf Grund fehlender Erfahrung nicht zu Versuchen genutzt.
Erst in der 30.Minute konnte Maurice Sankeralli einen Hintermannschaftsangriff an der linken Ecke zum Versuch abschließen. Vorausgegangen waren mehrere schöne Angriffsphasen der Stählernen die letztendlich erfolgreich im Malfeld abgeschlossen wurden. Die Erhöhung gelang leider nicht.
Wenig geschockt vom Rückstand marschierte nun der Erfurter Sturm richtung Malfeld der Gäste, immerwiederkehrende Angriffswellen des schweren Sturms ließen die Hennigsdorfer Verteidigung bröckeln, sodass diese sich nur mit illegalen Mitteln zu helfen wußten. Eine aus einem Straftritt resultierende Gasse, schob das thüringische Paket in der 37.Minute zum Versuch über die Mallinie. Mit der erfolgreichen Erhöhung übernahmen die Gastgeber mit 7:5 die Führung zur Halbzeit.
Eine deutliche Ansprache des Hennigsdorfer Trainers setzten die Stählernen in Hälfte zwei besser um. Schnelles Handeln an den Kontakten und breites Spiel über die in der Halbzeit etwas umgestellte Hintermannschaft war nun angesagt. Zwar hatten die Erfurter Stürmer zu Beginn der zweiten Hälfte noch knapp die Nase vorn, konnten den Versuch von Martin Giese in der 55.Minute mit einem eigenen Versuch noch egalisieren, ab dann jedoch spielte nur noch eine Mannschaft, die Blues.
Der in die Hintermannschaft gerückte Nico Striegler konnte immer wieder Lücken in die Erfurter Verteidigung reißen und bereits in der 60.Minute per Versuch den Hennigsdorfer Siegeszug einläuten. Julius Laetsch besorgte die Erhöhung zur 17:12 Führung.
Nun drehte die Hennigsdorfer Hintermannschaft richtig auf, viele Durchbrüche gelangen nun besser und konnten von den Stählernen verwertet werden. Julius Laetsch (66.Min) und Ronny Sager (71. und 79.Min) besorgten weitere Versuche für die Hennigsdorfer. Julius Laetsch steuerte noch eine Erhöhung zum 12:34 Endstand bei.
"Ein toller Sieg bei dem die Junge Mannschaft Moral bewiesen hat. Sie hat nicht aufgegeben, an Ihre Chance geglaubt und hart dafür gearbeitet",so Hennigsdorfs Rugby-Präsident Olaf Laetsch nach dem Spiel begeistert,"Vor allem der Einsatz der Stürmer, die heute einen harten Brocken zu stemmen hatten war begeisternd, in der zweiten Hälfte haben wir den Gegner dominiert."
Die pinke Plüschkuh für den Hennigsdorfer "Man of the Match" ging an den ältesten Hennigsdorfer, Helge Leskien, der bedingungslos den Vorwärtsgang einschaltete und über das gesamte Spiel vorbildliche Leistung im Angriff wie auch in der Verteidigung brachte. |