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Regionalliga NRW Westfalen
Spielbericht - 11. Spieltag

Sonntag, 18. November 2012 - 14:00 Uhr
ASV Köln II RC Hürth

ASV Köln II

RC Hürth


19


19


Zuschauer: 50 Schiedsrichter: Uwe Carstensen


Startaufstellung
Ein- / Auswechslungen

Zusammenfassung

Thriller in Köln – RC Hürth und ASV II trennen sich 19:19 unentschieden


Es war ein Match im Matsch, das an Spannung kaum zu übertreffen war. Auch wenn Hürths Rugby-Spieler kurz vor dem Ende den Sieg schon vor den Augen hatten, war am Ende niemand enttäuscht, dass die Partie doch noch unentschieden ausging.


Für die Hürther Rugby-Spieler ist eine Begegnung gegen den ASV Köln immer etwas Besonderes. Lokalrivalen eben. So auch an diesem verregneten und grauen Novembertag. Erstmalig in dieser Saison musste das Team des RCH auf ihren Trainer Willi Lauter verzichten. Dafür übernahm aber Assistent Carsten Huhn die Verantwortung für die Mannschaft. In der Aufstellung mussten die verletzungsbedingten Ausfälle von Verbinder Tobias Theissen und von Dritte-Reihe-Stürmer Andre Schüer kompensiert werden. Dafür wanderte der etatmäßige Stürmer Martin Schulz auf die Position des ersten Centers.  


Wie so oft bei Lokalderbys waren die Anfangsminuten von eher vorsichtigem Abtasten geprägt. Doch das Team aus Hürth/Kendenich wirkte etwas entschlossener und kompakter. Dennoch gelang den Gastgebern gleich zu Beginn ein starker Angriff über ihre Hintermannschaft, der nur durch ein mustergültiges Tackle von Marcel Schröder gestoppt werden konnte, der erstmals in dieser Saison auf der Schluss-Position spielte. Spätestens von da an wusste man, dass das hier kein Spaziergang werden wird. Hürths Rugbyspieler kamen von nun an immer häufiger in Ballbesitz und drangen tief in das Territorium der Kölner ein. In der 10. Minute ein wunderschöner Angriff über die Reihe und Traumpass auf Außen Christopher Schwefel, der zur rechten Zeit am rechten Ort war und den Panthern den ersten Fünfer bescherte. Erneut übernahm Marcel Schröder Verantwortung und erhöhte auf 7:0 aus Sicht der Gäste. Doch die Freude währte nicht lang, denn fast im Gegenzug erzielte der ASV einen Versuch und zog auf 5:7 nach, nachdem die Panther kurz in eine Art Sekundenschlaf verfallen waren.


Im weiteren Spielverlauf ging es rauf und runter. Schön für die Zuschauer, für die Trainer eine Qual. Tendenziell war der RCH zwar die etwas stärkere Mannschaft, was sich vor allem bei den Gedrängen und Gassen zeigte, aber in Sachen Gefahr standen die Platzherren den Hürthern in keinster Weise nach. Es war eine knappe Angelegenheit und reine Nervensache, die immer wieder zu kleineren Reibereien führte. So auch in der 33. Minute, als Schiri Carstensen Hürths ersten Center Martin Schulz Gelb zeigte und ihn vom Platz schickte. Dennoch konnte Köln ihre Überzahl nicht nutzen und so hieß es dann nach 40 Minuten 7:5 für die Gäste.


 Nach dem Seitenwechsel nicht Neues. Es wurde um jeden Zentimeter gekämpft. Hürth, nun immer öfter in Ballbesitz, machte Druck. An diesem Sonntag wurde nicht Rugby gespielt, es wurde Rugby gearbeitet. Allen voran die Stürmer, die den Ball Meter für Meter nach vorne trugen. In der 59. dann der Lohn als Flanker Christian Kübbeler sich durchtankte und das Spielgerät kurz hinter der Mallinie ablegte. Marcel Schröder erhöhte erneut und es stand 14:5 für den Club aus Kendenich. In der 63. Minute dann eine Art Déjà Vu: Wie bereits nach dem ersten Versuch des RCH legten die Kölner fast im Gegenzug ihrerseits erneut einen Versuch. Dieses Mal saß die Erhöhung und es stand nur noch 14:12. Ab diesem Zeitpunkt schien alles möglich, aber Hürths Hintermannschaft nahm nun richtig Fahrt auf. Der pfeilschnelle 2. Center Fabian Thieme setze seinen Außen Schwefel mehrmals gut in Szene. Doch in der 73. Minute machte er das Dingen selbst, als er über den halben Platz sprintete und Kölns Verteidiger alt aussehen ließ. Zum Dank gab’s erneut fünf Punkte für den RCH. Die Erhöhung ging aus schwieriger Position daneben. 19:12 und nur noch wenige Minuten zu spielen. Es blieb spannend. Doch dann passierte das, was passieren musste. Köln setze alles auf eine Karte und wurde belohnt. In der 79. Minute tanzte ihr Schluss formlich durch die Abwehrreihen der Panther und markierte den 19:19-Endstand.


Natürlich wäre ein Sieg gegen den Erzrivalen noch das Sahnehäubchen gewesen. Aber Fehler werden im Rugby nun mal grausam bestraft. Der Frust währte dennoch nur kurz, denn die Männer des RCH haben eine wirklich gute und vor allem konzentrierte Mannschaftsleistung gezeigt. „Das war einfach ein geiles Rugby-Spiel“, so das Fazit von Interims-Coach Carsten Huhn. In der Tabelle stehen die Panther nun auf Platz vier mit 25 Punkten, mit ‚sicherem‘ Abstand nach unten und oben. Kommenden Sonntag geht’s zum Schlusslicht nach Düsseldorf. Das ist ein Sieg mit Bonuspunkt Pflicht, wenn man sich im neuen Jahr die Tabellenspitze nicht mit dem Fernglas anschauen will. (CH)

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