| Am vergangenen Sonntag konnten die Rugby Tourists Münster auch ihr zweites Saisonspiel erfolgreich bestreiten. In einem hart geführten und schön anzusehendem Spiel konnten die Münsteraner gegen den RC Hürth in der ersten Halbzeit mit zwei Versuchen von Denis Frank und einer verwandelten Erhöhung von Jan Haas mit 12:0 in Führung gehen. In der zweiten Spielhälfte gelang den Hürther der Anschluss mit einem Versuch inklusive der Erhöhung. Doch trotz eines sehr guten Gedränges der Hürther, welches aufgrund zahlreicher Vorbälle oft zum Einsatz kam, schafften es die Münsteraner durch ein engagiertes Spiel mit viel Laufarbeit zwei weitere Versuche zu legen (Janis Benscheidt, Christian Diaz Borego) und ließen bloß einen Gegenversuch zu. Zudem konnte Jan Haas eine weitere Erhöhung und einen Straftritt verwandeln, so dass die Rugby Tourists Münster das Spiel verdient mit 27:7 gewinnen konnten.
Herber Dämpfer für den RCH
Nach zwei Siegen in der Rugby-Regionalliga NRW musste der Rugby Club Hürth die erste Saisonniederlage hinnehmen. Mit 27:7 verloren die Panther die dritte Partie der noch jungen Spielrunde bei den Rugby ‚Tourists‘ Münster.
Mit 22 Spielern, allerdings auch schmerzhaften Ausfällen, reisten die ‚Panther‘ ins westfälische Münster. Nicht unbedingt siegesgewiss, denn man wusste, dass ein harter Brocken auf die Rheinländer wartete. Münster ist bekannt für einen harten Sturm und weniger bekannt für eine ‚zaubernde‘ Reihe. Doch an diesem Tag tat sie genau das.
Trainer Lauter musste durch die Ausfälle, vor allem der verletzten Hürther ‚Schaltzentrale‘ Tobi Theissen und Nico Lauter, etliche Positionen umbesetzen. So landete der etatmäßige Achter, Christian Kübbeler auf Neun und ‚Winger‘ Fabian Thieme auf der Verbinderposition. ‚Youngster‘ Marcel Schröder übernahm auf Außen. Als pünktlich um 15:00 Schiri Fairhurst bei besten Spielbedingungen das Match anpfiff machte Münster gleich mächtig Dampf. Es waren vor allem die Stürmer, die den Panthern ordentlich auf den Zahn fühlten. Hürth indes gelang es kaum in Ballbesitz zu kommen, geschweige denn ihrerseits einen Angriff zu starten. So dauerte es Ewigkeiten bis der RCH erstmals in des Gegners Hälfte kam. Von der Defensivstärke, die man noch in den beiden Spielen zuvor an den Tag legte, war an diesem Nachmittag nicht viel zu sehen.
Bereits nach wenigen Minuten musste der bärenstarke erste Center, Kai Boehlke, verletzungsbedingt vom Platz. Kurz danach ereilte Jonas Reuber, dem vielleicht besten Defensivspieler und zweiten Center der Hürther, das gleiche Schicksal und verließ ebenfalls das Spielfeld. Lauter stellte abermals um indem er Schröder auf Center rückte und ‚Oldie‘ Carsten Huhn einwechselte und auf Außen stellte. Es änderte nichts. Hürth fand nicht ins Spiel und Münster legte den ersten Versuch der Partie und ging verdient mit 7:0 in Führung. Die Frustration stieg und das Temperament der Rheinländer hatte Obergrenzen, so dass es immer wieder zu Rangeleien kam. Die ‚Tourists‘ agierten in der Folge zusehends selbstbewusster und setzten immer öfter auf ihre ballsichere Reihe. Kurz vor der Halbzeit dann ein weiterer Versuch der Platzherren, die jetzt sichtlich Spaß am Spiel hatten. Die Erhöhung allerdings misslang und so ging man aus Hürther Sicht mit 0:12 in die Pause.
Die Halbzeitansprache von Coach Lauter muss gesessen haben, denn der RCH legte nach Wiederanpfiff furios los und punktete als sich Martin Schulz brachial durchsetzte. Aus schwieriger Position gelang dem selbstbewusst aufspielenden Marcel Schröder die Erhöhung auf 7:12. Nur noch fünf Punkte trennten die Gäste von den Männern in grün-weiß. Münster beeindruckte das wenig und so gelang es ihnen das Spiel zu kontrollieren. Am Ende hieß es 27:7 für die Gastgeber. Wenn man Schuldige für diese Niederlage ausmachen will, dann lag es sicher an dem überraschend schwachen Defensivverhalten und der, das muss man sagen, nicht eingespielten Mannschaft. Der RCH ist in der Tabelle abgerutscht auf Platz 4, hinter Münster. Am kommenden Sonntag haben die Panther ein Heimspiel. Gegner ist der RCF Dortmund. Zeit für Wiedergutmachung, wie es der Trainer forderte. (CH) |