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Regionalliga NRW Westfalen
Spielbericht - 3. Spieltag

Sonntag, 16. September 2012 - 17:00 Uhr
RC Hürth RC Aachen II

RC Hürth

RC Aachen II


49


0


Zuschauer: 150


Startaufstellung
Ein- / Auswechslungen

Zusammenfassung

Der Rugby Club  Hürth zerlegt den RC Aachen II


So zufrieden sah man Willi Lauter, den Coach der Hürther ‚Panther‘ selten. Nach Belieben dominierten seine harten Männer den Gegner aus der Domstadt tief im Westen. Völlig verdient gewann demzufolge der RCH mit 49:0 und untermauerte so seine Ambitionen ganz oben in der Regionalliga mit zu spielen.


Der vergangene Sonntag hatte alles was das Rugby-Herz höher schlagen lässt: Tolles Wetter, ein kompletter Kader und jede Menge Zuschauer (ca. 150!). So begannen die Platzherren recht schwungvoll und ballsicher. Bereits nach wenigen Minuten der erste Straftritt für den RCH, den Tobias Theissen, fast von der Mittellinie, gewohnt sicher verwandelte. 3:0 aus Sicht der Gastgeber. Auch in den nächsten 20 Minuten waren es die Hürther, die das Spielgeschehen dominierten und nur selten den Ball aus den Händen gaben. Aachen indes kämpfte aufopferungsvoll, doch es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, wann der RCH den ersten Versuch verbuchen sollte.


Dann aber passierte das, was schon lange in der Luft lag. Center Jonas Reuber setze sich nach starkem Anspiel durch und verbuchte den ersten Versuch für den RCH. Theissen erhöhte auf 10:0. Die Panther waren von nun an hellwach und spielten ihren Stiefel runter. Der Gegner aus Aachen verfügte, zumindest an diesem Tag, nicht über die Mittel gegen diese eingespielte und konditionsstarke Mannschaft dagegen zu halten. Als nächster trug sich der pfeilschnelle Außen der Panther, Fabian Thieme, in die Scorerliste (15:0) ein, dank exzellenter Vorarbeit der Stürmer um Christian Kübbeler und Christian Lammers. Noch vor dem Pausentee bewies Gedrängehalb Nico Lauter Augenmaß und setzte den ebenfalls stark aufspielenden Prop Hermann Salomon in Szene, der einen weiteren Versuch erzielte. Theissen mit der Erhöhung zum 22:0 Pausenstand.


Nach Wiederanpfiff im Prinzip das gleiche Bild. Die Hürther, jetzt noch verstärkt durch frische Ersatzspieler, machten da weiter, wo sie aufgehört hatten. Coach Lauter brachte es auf den Punkt: „In Witten haben wir uns noch dem Niveau der Gegner angepasst, diesmal haben wir unser Ding durchgezogen und unser Spiel gemacht.“ Womit er auch Recht hatte. Selbst die Auswechslungen brachten die Hürther nicht aus dem Rhythmus und man agierte munter weiter die Aachener unter gehörigen Druck zu setzen, so wie es sich der Trainer in seiner Halbzeitansprache gewünscht hatte.


Nach wenigen Minuten ein erneuter Straftritt für die Platzherren. Fast schon logisch, dass Theissen auch diesen sicher verwandelte. 25:0. Wer aber glaubte, dass der RC Aachen nun sich ihrem Schicksal hingaben, lag falsch. Denn die Männer in den schwarz-gelb gestreiften Trikots hielten gegen und scheiterten nur knapp kurz vor dem Malfeld, als man den Versuch schon gelegt glaubte. Hürth beeindruckte das Aufbäumen indes wenig. Ein weiterer Versuch der Panther, samt Erhöhung und es stand 32:0. Nun drehten die Hürther richtig auf und fingen an zu zaubern. Wunderbarer Versuch von André Schuer, der in Rückenlage die Orientierung nicht verlor und über Kopf das Spielgerät im Malfeld ablegte, 39:0.


Der schönste Versuch der Partie wurde aber gelgt, als der Hürther Sturm auf der rechten Seite den Ball in die Hintermannschaft beförderte und Stürmer (!) Michael Krause fast schon elegant mit dem Innenrist diesen zu Alex Steinmetz beförderte, der wieder auf Fabian Thieme und der per Überpass auf den Youngster Marcel Schröder, der freie Bahn hatte und den nächsten Fünfer bescherte, 44:0. Spätestens zu diesem Zeitpunkt waren die Zuschauer völlig aus dem Häuschen. Zu guter Letzt durfte auch noch mal der pfeilschnelle Paddy Jakupczyk ran und markierte den 49:0-Endstand.


„Wir haben uns heute als echtes Team präsentiert, auf dem Platz und auch danach. Aachen war ein harter Brocken, wir haben zu 0 gespielt, keiner gemeckert, Defensive klasse, gelungene Vorstellung der Mannschaft und des Club´s, resümierte Lauter begeistert. Und, in der Tat – was sein Team an diesem Tag zeigte war großer Sport, gutes Rugby. Einen Spieler hervorzuheben wäre nicht richtig, denn der Star war das Team, das richtig Spaß an dieser durchweg fairen Partie gehabt hat.


Der RC Hürth rangiert nun auf dem zweiten Tabellenplatz, hinter Lemgo, die aber schon drei Spiele gemacht haben. Der nächste Gegner heißt Münster, die auf dem fünften Platz stehen. Die Rugby ‚Tourists‘ empfangen den RC Hürth kommenden Sonntag, den 23.9.2012. Dieses match wird zur echten Reifeprüfung werden, denn beim Turnier in Venlo konnte man diese Mannschaft nur sehr knapp und mit viel Glück schlagen. Zeit für die Panther Zähne zu zeigen. (CH)

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